Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Veronica St. John bekommt die Chance sich in ihrem Job als Medienberaterin zu profilieren. Aber dazu muss auf der USA Tour des uztanischen Prinzen alles glatt laufen. Doch kaum in Amerika wird der Prinz Opfer eines Anschlags.

Diesen übersteht er zwar, dank Veronica, unverletzt, aber natürlich muss die Tour nun aus Sicherheitsgründen gecancelt werden. Bis der Prinz selber mit einer grandiosen Idee kommt: Ein Double muss her und er weiß auch schon wer das sein soll… der Navy SEAL Joe Catalanotto.

Joe steht nun vor der Aufgabe sich als Prinz von Uztanien zur Zielscheibe zu machen, dazu muss er aber nicht nur aussehen wie ein Prinz sondern sich auch so verhalten. Für ihn kein Problem, denn ein SEAL kann alles!
Nur Veronica verzweifelt fast an der Aufgabe in nur 2 Tagen aus einem ruppigen, Slang sprechenden, Muskel bepackten Lt. in einen glaubwürdigen Prinzen zu verwandeln.

Es ist schon so lange her, dass ich „Prince Joe“ im Original gelesen habe, so dass ich nun dies Re-reading in vollen Zügen genießen konnte. Und das Buch gefiel mir sogar noch besser!

Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe störte mich in ganz besonderem Maße die nervig Heldin, die mir damals einfach zu übertrieben ängstlich um ihren Helden war, der doch seinerseits alles im Griff zu haben schien.
Mein Mann, der damals ebenfalls das Buch gelesen hat, war dagegen der Meinung der Held übertreibe es mit seinem Upper Class-Syndrom und somit mit der Betonung der unterschiedlichen sozialen Stellungen zwischen ihm und der Hauptprotagonistin.

Bei meinem Re-reading hat mich erfreulicher Weise weder das eine noch das andere gestört. Ganz im Gegenteil ich habe das Buch wie ein Verdurstender förmlich aufgesaugt und mich wie Honigkuchen daran erfreut "alte Bekannte" des "Team Ten" endlich einmal wieder zu treffen. ;-)
Suzanne Brockmann schreibt einfach unübertroffene tolle Unterhaltung!

Allerdings wurden für meinen Geschmack einige doch recht befremdliche Redewendungen in der deutschen Ausgabe gewählt, über die ich beim Lesen schon nicht mehr gestolpert, sondern bereits gefallen bin. Es mag vielleicht sein, dass diese korrekt aus dem Englischen übersetzt wurden (ich bin bei Leibe kein Experte für Sprachen), lasen sich im Zusammenhang höchst seltsam.

Vielleicht sollte man im Zweifelsfall - denn die Serie IST definitiv lesenswert - zur auch für Original Lese Anfänger leicht zu verstehenden englischen Ausgaben greifen.

Kurz gefasst: Ich liebe diese Serie! Und finde es klasse, dass Dank dem MIRA Verlag nun auch endlich die rein deutschsprachigen Leser in den Genuss der Serie kommen. Prädikat: "must read"!

Elenas Bewertung 05 Sterne.png

Veronica St. John kann Prinz Tederic zwar nicht leiden, aber als seine Medienberaterin schnell ihre junge Firma festigen. Zum Schutz wird ein Seal als Prinzendouble eingesetzt und Veronica sieht sich plötzlich vor der Herkulesaufgabe aus diesem Ur- Kerl einen schnöseligen Adeligen zu machen. Sie unterschätzt dabei nicht nur Joe, sondern auch die emotionale Bindung, die man in 48 Stunden zu einem Mann aufbauen kann - einem Mann der als lebende Zielscheibe dient....

Eine Military Romance voller herrlich überzogener Klischees und ein toller Einstieg zur Operation Heartbreaker. Die Guten jagen die Bösen und nebenbei gibt es noch eine Love Story vom Feinsten. Ich habe schon einige dieser Stories der Autorin gelesen und finde ihr Talent großartig. Sie schafft es Spannung und Romantik perfekt aufeinander abzustimmen. Der Stoff ist nicht besonders anspruchsvoll aber wie richtig gutes Blockbuster-Kino. Ich habe das Buch an einem Abend gelesen und bin fast verdurstet, weil ich mir nicht mal ein Glas Wasser holen wollte. ;-)

Bei der Story um den Seal Joe wird der Fokus auf die Romantikkomponente gelegt, was gut zum Aufbau dieser Geschichte passt. Die dazugehörige Action ist allerdings klasse um die Love Story gedichtet und spannend präsentiert.

Die Charaktere haben ebenfalls prima in mein Bild gepasst. Die Heldin ist zwar etwas weibchenhaft und amerikanisch naiv aber trotzdem liebenswürdig. Die Jungs der Seal-Truppe werden alle gut vorgestellt, machen Appetit auf mehr aber behalten streng ihre Nebenrollen. Der Held ist für mich besonders interessant. Obwohl er mir persönlich definitiv zu schmalzig rüber kommt und auch etwas zu sehr in die Jammerschiene rutscht, ist er dennoch cool ohne Ende.

Bei Liebe-aus-Extremsituation-Plots ist die schnelle Entwicklung starker Emotionen immer recht glaubwürdig, und wenn das noch Brockmann-like fesselnd präsentiert wird, kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

Klasse Seal-Unterhaltung!