Rezensionen

Tinas Bewertung 05 Sterne.png

"Das Geheimnis der Monduhr" erzählt von Zeitreisen und der Möglichkeit in die Zukunft zu blicken - aber auch von den Versuchungen und der Achterbahn an Gefühlen, die ein solch mächtiges Wissen auszulösen vermögen.

Holly und Tom sind ein junges Paar, das gerne Pläne darüber schmiedet, wie sie ihr Leben aber auch die Zukunft meistern wollen. Holly lebt für die Bildhauerei und Tom ist Journalist, mit einer Liebe zu Umweltthemen, die ihn auch eine Karrierechance ermöglichen, von der er geträumt hat. Der Wunsch nach einem Kind bringt die Harmonie der Beiden auf eine Schieflage, denn Holly hat Versagensängste, die durch eine unliebsame Kindheit geschürt wurden.

Erst durch Jocelyn, der Inhaberin einer Teestube, vormalige Bewohnerin des Torhaus von Hardmonton Hall, bekommt Holly eine andere Sicht auf die Dinge. Aber auch das Wissen um die Monduhr stärkt ihren Wunsch nach einem Kind, obwohl die Last der eigenen Erfahrungen, sie nach wie vor in Gewissenskonflikte führt.

Als Leser kann man die Problematik und die Empfindungen sehr gut nachvollziehen, denn Amanda Brooke versteht es wirklich dem Leser Gefühle, Verzweiflung und den Wunsch nach einem Kind näher zu bringen.
Auch die Figuren sind sehr real gezeichnet, vor allem Jocelyn und Holly sind Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Billy, ein Handwerker und Freund von Jocelyn, ist wie ein Schelm, der einen immer wieder zum Lachen bringt.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und er macht süchtig nach mehr. Als Leser ist man wie gebannt, denn man möchte immer mehr erfahren, doch am Ende allerdings werden die Tränen fließen.
Ich habe mich beim Lesen immer wieder dabei erwischt, dass ich über die Frage nachgedacht habe, ob ich gerne wissen möchte, was mir die Zukunft bringt und wenn ich es wüsste, ob ich es dann ändern möchte, wenn es mir nicht gefällt und ich muss ganz ehrlich sagen: Ich bin zu keinem Ergebnis gekommen.

Die Autorin Amanda Brooke hat mit diesem Buch sehr persönliche Erfahrungen und einen schmerzhaften Verlust verarbeitet und das merkt man dem Buch an, denn es berührt sehr tief.
Ein Roman, den ich jedem empfehlen möchte, der Zeitreisen, aber auch Geschichten mit Tiefgang liebt.

Kurz gefasst: "Zur rechten Zeit, ist die Reflexion der Schlüssel zur Reise", wer will nicht wissen was die Zukunft bringt? Manchmal aber kann auch das nicht Wissen darum von Vorteil sein. Denn das Wissen ist der Schlüssel zum Ganzen.