Rezensionen

Ankes Bewertung 02 Sterne.png

Sie lebt zurückgezogen auf dem Land, nach einem skandalösen Kuss während ihrer Saison in London. Eine Jugend-Dummheit, die lange her ist. In Geldnot geraten, bewirbt sie sich als Gesellschafterin. Soweit so gut - wieder in London wird prompt zum neuen Projekt ihrer Arbeitgeberin, die ihr erneut eine Saison finanziert. Und der geliebter Stiefsohn, jener Patronin, er lebt nach einer wilden Jugend zurückgezogen und von allen gefürchtet - deswegen der „Verbotene Herzog“ - wobei nicht ganz klar ist, warum er sich eigentlich zurückgezogen hat und so gefürchtet ist; aber gut, als Leser muss man ja nicht alles wissen.

So treffen sie im privaten Salon aufeinander und haben alle Zeit der Welt ungesehen des ton zu turteln. Derart sicher, behaglich und keiner Gefahr ausgesetzt, verlieben sie sich, heiraten und -happy end. Alles easy, alles rosarot. Alle sind sich einig. Alle sind zufrieden. Und dazwischen eine megalange Liebesszene. Buch fertig. Gähn.

Nun ja. Was soll ich sagen: ja, ich habe die Geschichte fertig gelesen. Okay …. fertig überflogen. Aber immerhin komplett durchgeblättert. Und mich am Ende gefragt, warum eigentlich.

Womöglich war ich gerade in der Stimmung das zu tun. Angefacht durch ein unerwartetes, aber für mich sehr erfreuliches, Wiederaufflammen einer Leselust historischer Liebesromane. Und habe vermutlich deswegen der Autorin einen Extra Bonus, bzw. Extra Zeit, eingeräumt sich vielleicht doch noch zu beweisen; was jedoch umsonst war.

Sicher, es mag auch an der etwas eigenwilligen Übersetzung liegen. Aber die Serie heißt auch im Englischen „The Untouchables“, „Die Unberührbaren“, während andere Autoren des ton sprechen. Das mag für andere Leser okay sein, doch mich hat das (und anderes) irritiert. Es kann also auch sein, dass nicht die Übersetzung eigenwillig ist, sondern die Sprache der Autorin selber.

So oder so. Es hatte es zur Folge, dass sich das Buch, für meinen Lesegeschmack, keineswegs geschmeidig lesen ließ. Zumal es dazu noch stink langweilig ist. Langweile Figuren, kaum Entwicklung der Charaktere und fehlende Konflikte, sind nur einige meiner Kritikpunkte. Dazu eine einfache, gradlinige und unkompliziert erzählte die Geschichte. Was an sich kein Thema wäre, wäre sie nicht dermaßen durchschnittlich, dass sie vielleicht so im alltäglichen Leben hätte geschehen können, es aber eigentlich nicht persönlich wertvolle Lesezeit damit zu vertun.

Kurz gefasst: Konfliktlos. Langweilig.