Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Von dem Moment an als Lizzy und Fin das erste Mal zusammengetroffen sind, sind die Fetzen geflogen. Zugegeben, der Highlander aus der Vergangenheit und die, in der moderne lebende, alleinerziehende Mutter, habe auch grundsätzlich nicht so viele gemeinsame Berührungspunkte – außer ihre gegenseitige Anziehungskraft.

Aber man kann es Lizzy auch nicht verdenken, hat sie doch in ihrer Vergangenheit nicht gerade gute Erfahrungen mit Beziehungen gemacht. Auch in jungen Jahren schwanger von den Eltern abgelehnt worden zu sein, hat ihr Vertrauen nicht gerade gefördert.

Erst als die Situation im vergangenen Schottland immer kritischer wird und die Hexe Grainna auf dem Vormarsch ist, dazu noch Lizzy und Fin aus dem Geschehen unfreiwillig durch die Zeit in moderne Kalifornien geschickt werden, gibt das Paar den inneren Widerstand und die Zweifel auf und vereinen ihre Kräfte und erkennen die Liebe zueinander an.

Das erste, was mir auffiel, war, nachdem ich mich in „Eine Lady in Nöten“ eingelesen hatte (obwohl ich die Bände nahezu unmittelbar hintereinander gelesen hatte, so brauche ich doch erfahrungsgemäß immer eine gewisse Zeit des Einstieges in ein neues Buch) wo um Himmelswillen der Draufgänger Fin hin ist, den ich im ersten Band glaubte kennengelernt zu haben.

Sicher, hier und da hat noch immer etwas durchgeschimmert von dem, was ich von der Figur erwartet habe, doch grundsätzlich empfand ich ihn, nun in seiner eigenen Geschichte, als etwas zu blass.

Allerdings ging es mir mit Lizzy nicht besser. Sie empfand ich über den größten Teil des Buches als zu anstrengend. Amüsanterweise, obwohl ich sie als Mutter durchaus verstehen kann, stelle jedoch, womöglich genau deswegen, andere Erwartungen an meine Heldinnen.

So kommt also hinzu, dass ich mit Lizzy, im Gegensatz zu Fin, von Beginn nicht allzu viel anfangen konnte. Das Paar hatte also bei mir grundsätzlich schon einen schweren Stand.

Doch das alles ist dann letztendlich egal gewesen, da sich in diesem Teil nun die Ereignisse so überschlagen, dass, für mein Empfinden, die Liebesgeschichte des Paares, oder besser gesagt deren Entwicklung, eh in den Hintergrund getreten ist.

Trotz diesen Missliebigkeiten kann ich am Ende sagen, dass ich das Buch sehr unterhaltsam fand. Die Geschichte grundsätzlich ist gut erzählt. Auf jeden Fall hatte ich den Eindruck, dass die Autorin, diese ersten Bücher der Serie sind ihre Erstlingswerke, schnell dazu gelernt hat und ihre Erzählkunst zwischen Teil 1 und 3 spürbar verbessern konnte.

Kurz gefasst: du liest gerne Time Travel? Dann solltest du es vielleicht einmal mit dieser Serie probieren!