Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

„Der Charme des Herzogs“ war der vorerst letzte, den ich aus der Serie noch offen zu lesen hatte.

Und nach dem enttäuschenden Leseerlebnis von „Die Begierde des Herzogs“ war ich anfangs auch sehr angetan. Zumal alles für die Art von „Secret Baby“-Geschichte sprach, die ich so gerne lese. Letzten Endes nimmt die Geschichte zwar eine andere Wendung, als die, die ich gerne gesehen hätte, doch das wäre eigentlich kein Problem gewesen, wenn nicht die Protagonisten zu viel Überflüssiges hin und her veranstaltet hätten und eingeschnappt an ihren Meinungen festgehalten hätten, obwohl alles andere so offensichtlich dagegen sprach.

Auch hier wieder wäre es vielleicht kein Thema gewesen, wenn die Autorin alles gebündelt hätte und zeitnah abgehandelt. Doch sie hat sich dafür entschieden, dass im ersten Teil der Geschichte Marcus schmollen darf und sobald der dann endlich weiß was er will, sich Eleanor, im zweiten Teil der Geschichte, als komplett uneinsichtig gegenüber dem offensichtlichen zeigt.

Es kam mir ein wenig so vor, als hätte man eine Novelle auf die Länge eines Romans gestreckt. Anfangs und Ende passiert etwas, während das Zwischendrin mit immer denselben Worten und Argumenten gefüllt wird. Eine stete voranschreitende Charakterentwicklung habe ich dabei schmerzlich vermisst.

Kurz gefasst: Ein, für mich, vielversprechender Plot, verläuft sich zwischen Protagonisten, die immer gerade das Gegenteil wollen, bzw. glauben tun/denken zu müssen.