Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Connor Steele, einst ebenfalls ein (unfreiwilliges) Mitglied von Mac Diggorys Bande, steht nun als Ermittler, gegen über dem, der die Nachfolge seines brutalen Peinigers angetreten hat. Keine Frage, Conner, ist Broderick Killoran gegenüber nicht gerade wohlgesonnen.

Die Situation ist also nicht einfach zwischen den Kontrahenten. Noch besser wird sie nicht als sich Ophelia, ins Geschehen einschaltet. Sie, im Gegensatz zu ihrem Bruder, hat tatsächlich Grund sich Sorgen um Conners Anwesenheit zu machen.

Doch trotz verschiedener Seiten, wollen beide mit ihrem Tun doch dasselbe erreichen. Dabei stehen sie jedoch vor der Hausforderung, die Motive des jeweils anderen gegenseitig zu akzeptieren lernen. Eine sehr persönliche und zudem gegenseitige Anziehungskraft hilft.

Ich habe mich eher schwer von den Betreibern des „Hell & Sin“ getrennt, was mir naturgemäß den Einstieg ins „Devil’s Den“ etwas schwer gemacht hat. Spielte im 1. Teil der Serie noch ein Mitglied des „Hell & Sin“ eine Hauptrolle, so steht dieser Teil nun unabhängig dar.

Ophelia Killoran, sowie Connor O’Roake aka Steele sind also neue Mitspieler für mich, die nun hohe Erwartungen zu erfüllen haben. Gerecht ist das natürlich nicht.

Umso erfreuter kann ich sagen, dass die Akteure und ihre Geschichte diese Herausforderung wirklich gut bewältigt haben, denn ich habe die Geschichte beinahe am Stück verschlungen.

Dazu gehört natürlich auch, dass Christi Caldwell mittlerweile ziemlich genau „meinen“ Punkt trifft, egal wie ähnlich sich die Konzepte der Serien oder Geschichten sein mögen. Ich habe zurzeit großen Bedarf an ihren Romanen und genieße ihr Erzähltalent.

Da schaue ich dann auch mal gerne darüber hinweg, dass mir Connor, als Charakter, für mein Empfinden, etwas zu kurz kommt und damit eher blass auf mich gewirkt hat. Schade, denn er ist eine wirklich spannende Figur, finde ich.

Und dennoch ist es okay für mich, wenn ich bedenke, dass in dieser Serie nun mal die Killorans im Mittelpunkt stehen. Und somit natürlich Ophelia im Fokus steht. Die ich in diesem Zusammenhang als etwas zu dramatisch empfand. Ja, es scheint als könne man es mir mal wieder nicht recht machen.

Und folge ich diesem Weg, so würde ich anmerken, dass mir die Geschichte zu langsam auf ihren Höhepunkt zusteuert und deswegen etwas mutwillig gestreckt auf mir gewirkt hat. Aber, ich muss auch zugeben, dass der Höhepunkt, auf den die Geschichte hinausläuft und das grundlegende Konzept, sehr spannend zu lesen war.

Ich jammere als wieder einmal auf sehr hohem Niveau.

Kurz gefasst: meiner Meinung nach, vielleicht nicht die beste Geschichte der Autorin, doch unterhaltsam und spannend und von mir mit Vergnügen gelesen.