Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Lady Olivia Morlands Profession ist es Betrüger zu entlarven. Sie interessiert sich schon immer für Übersinnliches, aber Betrügereien duldet sie nicht. Deswegen betreibt ein Unternehmen, welches solche Scharlatanerie aufzuklären versucht.

Und genau so jemanden benötigt Stephen St. Leger um „Madame Valenskaya“ zu entlarven, die es sich ihrerseits zur Aufgabe gemacht hat um seine Mutter herumzuschleichen und Geld und Juwelen aus der Tasche zu locken.

Doch auf Blackhope Hall gehen seltsame Dinge vor, Dinge, die sich auch Olivia nicht erklären kann. Denn wie kann es sein, dass sie und Stephen von denselben Dingen träumen und gemeinsame Visionen sehen?

Als ich diesen Roman das erste Mal gelesen habe, dass muss so um das Erscheinen derselben, um 2004, gewesen sein, hatte ich dem Roman 3,5 Punkte verliehen. Ich hatte den Historical als eine „ganz nette Geschichte“ bezeichnet, die leider zu vielen Handlungssträngen folge und deswegen ein wenig überladen und wirr erschiene.

15 Jahre später bin ich geneigt dem „Schatz von Blackhope Hall“ 4 Punkte zu verleihen, da ich heute den guten Erzählstil und die umsichtige Übersetzung des Romanes anerkennen gelernt habe. Auch zeigt sich immer wieder das historische Interesse der Autorin und ihre umsichtige Recherche, die trotz Schauergeschichte und moderner Einstellung der Protagonisten, mir als Leser ein zeitgemäßes Flair vermittelt.

So stehen auf der positiven Seite auf jeden Fall die Figuren, die Candace Camp ersonnen hat. Olivia ist wirklich ein patenter und aufgeklärter Charakter und das gefällt mir. Auch die liberale Einstellung von Stephen, fand ich passend von der Autorin zum Charakter gewählt. Zudem in beiden Fällen auch nachvollziehbar erklärt.

Allerdings soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass er auf eine undramatische, ja fast ein bisschen langweiligen Liebesgeschichte, zwischen zwei eher blass gestalteten Protagonisten basiert.

Wobei das durchaus Absicht der Autorin gewesen sein könnte, die über die Geschichte der Hauptfiguren, Stephen und Olivia, eine sehr viel dramatischere Liebesbeziehung, von Alys und John, gelegt hat. Zudem hat sie eine Betrugsgeschichte, mit einer mystischen Schauergeschichte verwoben, was mir mitunter das Gefühl gegeben hat, die Autorin hätte sich tatsächlich in ihrer eigenen Geschichte verirrt und nicht gewusst in welche Richtung die den nun steuern möchte. Denn ganz so harmonisch wirkt es tatsächlich nicht, finde ich.

Kurz gefasst: Betrügereien und verliebte Geister. Und ein Paar, das beides zusammenführt.