Rezensionen

Tinas Bewertung 04 05 Sterne.png

"Hokus Pokus Zauberkuss", ist ein wunderbarer feinabgestimmter Roman, in dem verlockende Zutaten von Liebe, Wünsche und Magie für einen unverwechselbaren Lesegenuss sorgen.

Kein Wunder also, dass ich beim Lesen immer wieder an "den kleinen Zauberlehrling" denken musste, der sich ohne sich richtig Gedanken zu machen, etwas wünscht und welche Mühe er hat, alles am Ende wieder geradezubiegen.
Josie, der Hauptfigur der Geschichte geht es ganz ähnlich. Sie bekommt die Chance sich 10 Wünsche in 10 Tagen wünschen zu dürfen und schießt dabei ein wenig über das Ziel hinaus. Obwohl sie glaubt alles wirklich sehr gut durchdacht zu haben, so erkennt sie doch nicht, wie sehr sie dabei die Menschen verletzt, denen sie denkt helfen zu müssen. Denn während Josie nur das Beste für ihre Freunde in Sinn hat, sind die eigentlich mit ihren Leben zufrieden wie es ist, nur erkennt Josie, dass nicht ebenfalls.

Die Autorin Karen Clarke schreibt flüssig zu lesen. Ihre Figuren sind wie aus dem realen Leben gegriffen und man kann sich leicht in ihnen hier und da wiederfinden.
So konnte ich mit Josie herzhaft lachen, aber auch hier und da mal den Kopf über sie oder wahlweise die Hauptfigur selbst schütteln.
Für Josie ist es ein harter Weg, bis sie erkennt, dass auch Magie nicht immer der richtige Weg ist und dass sie, auch wenn es schwer fällt, die eine oder andere Entscheidung, einfach so hinnehmen sollte.
Denn natürlich wünschen wir uns alle im Alltag hin und wieder zaubern zu können. Aber ist es auch genau das, was wir brauchen? Oder können wir auch an unseren Aufgaben ohne Zauberei wachsen?

Kurz gefasst: Ein unterhaltsamer kurzweiliger Lesegenuss, der zu Herzen geht und die Erkenntnis hat, das Magie durchaus ihre Tücken haben kann!

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Schon immer habe ich eine gewisse Schwäche für "zauberhafte Hexen"-Geschichten, so dass ich oft ungesehen bei Büchern zugreife, deren Klappentexte mit genau das versprechen.
Auch wenn ich hin und wieder auf kleine Juwelen stoße, so sprechen mich die meisten dieser Geschichten jedoch nicht an.
Karen Clarkes "Hokus Pokus Zauberkuss" liegt irgendwo in der Mitte.

Dass lag vor allem an der Hauptprotagonistin Josie, der ich, da die Geschichte in der Ich-Form erzählt wird, aufs Ganze ausgesetzt war. Zwar wurde mir die Figur, mit fortlaufender Geschichte und zunehmenden Chaos ein wenig sympathischer, aber so richtig anfreunden konnte ich mich mit ihr einfach nicht.

Ich habe einfach zu wenig Geduld mit den Charakteren, die sich aus rein egoistischen Gründen, in ihrer Blindheit allem und jedem gegenüber suhlen, die lieber auf ihren rosa Wolken schweben und lediglich jammern, anstelle etwas zu unternehmen.
Da sich jedoch Josie tatsächlich ein Stück weit ändert, auch wenn sie wartet, bis gar nichts mehr geht, und ich eine gewisse Schadenfreude daraus schöpfen konnte, dass sie sich den Weg dabei selber mit ordentlich Schwierigkeiten pflastert, konnte ich mich auf eine, wenn vielleicht auch ein wenig verquere Art, mit der Figur arrangieren.

Nun ist aber nicht alles an der Geschichte negativ zu bewerten, denn sie ist kurzweilig, flüssig zu lesen und besticht mit einem durchweg unterhaltsamen Erzählstil. Auch haben mich die turbulenten Aktionen, in die sich Josie so fleißig verwickeln lässt und die amüsant-skurrilen Charaktere immer wieder zum Schmunzeln gebracht, wenn auch manchmal aus reiner Schadenfreude.
Und mir hat gefallen, wie entspannt die Autorin die magische Seite in die Geschichte einwebt, am Ende, die von Josie angestoßenen Entwicklungen auflöst und stimmig das zusammenfügt, was zusammenpasst.

Kurz gefasst: Definitiv kein Lesehighlight, doch entspannte und nett zu lesende Unterhaltung und dabei ebenso chaotisch zauberhaft, wie zauberhaft chaotisch.