Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Violet Savoie träumt davon, sich als Tätowiererin selbstständig zu machen. Doch erst als Nico Cruz in New Orleans auftaucht, mit dem sie ein Jahr zuvor auf einer Neujahrs Party eine erotische Begegnung hatte, scheint ihr Traum wahr zu werden, denn Nico ist bereit als ihr Geschäftspartner mit einzusteigen und verfügt darüber hinaus auch noch über passende Räumlichkeiten.

Nico Cruz hat in Violet schon lange seine Seelenverwandte gefunden. Sowohl ihm als auch seinem Wolf war das vom ersten Moment ihrer Begegnung klar. Doch Violet schreckt zurück und will scheinbar nichts weiters mit ihm zu tun haben. Nachdem er sie in New Orleans ausfindig gemacht hat, hält er es für Zeit seinen Cousin Mateo Cruz zu besuchen und ist mehr als erfreut über ihn Zugang zur Familie Savoie und damit auch zu Violet zu finden. Denn er ist entschlossen, Violet die Zeit zu geben, die sie braucht.

Alle Savoie Schwester verfügen über eine Basis an gemeinsamen Fähigkeiten, darüber hinaus hat jedoch jede einzelne von ihnen eine andere Stärke. Violet ist die Seherin der Familie. Und sie verfügt über die Fähigkeit, hilfreiche Zauber in ihren Tattoos mit einweben zu können. Hilfreich auch für Nico, und andere Werwölfe, die so gar nicht gut mit ihrem Werwolf-Fluch umgehen können, kaum Kontrolle haben und deswegen an den Rand der übernatürlichen Gemeinschaft gedrängt werden. Violet hat vor, das zu ändern.

Dahingegen ist es nie besonders klug, die eigenen seherischen Fähigkeiten für sich selber einzusetzen. So deutet auch sie ihr (und Nicos) Schicksal zunächst falsch. Doch, warum kann sie sich dann nicht von dem anziehenden Werwolf fernhalten? Warum ist es so schwer nur Freunde mit ihm zu sein, und nicht mehr?

Auch diesem 3. Teil der „Stay a Spell“- Serie hat die Autorin einen Suspense-Plot hinzugefügt. Naja. Ein richtiger Suspens-Plot ist es eigentlich nicht – doch das ist genau das Spannende daran, finde ich. Denn Nicos früheres Rudel erscheint nur oberflächlich bedrohlich, stellt sich jedoch am Ende als etwas anders heraus; wobei mir hier sehr gut gefallen hat, wie nachvollziehbar die Autorin alles zu klären weiß (und wie amüsant letztendlich Nicos Raserei ist, als er feststellen muss, dass seine Violet entführt wurde).

Während im 1. Teil Mateos Wolf, Alpha, eine nicht unbedeutende Rolle spielt, ist Nicos Wolf nicht so sehr in den Focus gerückt. Vermutlich ist das auch gut. Zwar waren Mateo und Alpha zusammen äußerst amüsant, doch bestünde so vielleicht die Gefahr der Wiederholung, was oft etwas langweilig ist. So ist es eher Violet mit ihren flotten Sprüchen, die mich zum Lachen gebracht hat.

Auch in diesem Teil hat mir der Familienaspekt wieder sehr gut gefallen. Zudem gelingt es Juliette Cross immer wieder aufs Neue höchst unterhaltsam ihr übernatürliches New Orleans zum Leben zu erwecken. Allein dafür lohnt es sich schon, die Serie kennenzulernen.

Kurzgefasst: eine flott erzählte Story, interessante Charaktere und eine erotische Liebesgeschichte - eine sehr unterhaltsamer und höchst kurzweiliger Teil der Serie.