Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Finley Jayne und ihre Truppe um dem jungen englischen Aristokraten Griffin King, Duke of Greythorne, sind in New York angekommen um ihrem, in Polizeigewahrsam festgehaltenen, Freund Jasper beizustehen.

Doch schnell stellt sich heraus, dass nicht die Offiziellen Jasper in ihrer Gewalt haben, sondern der Gauner Reno Dalton, zu dessen Band Jasper einst gehört hatte. Klar, dass die wagemutige Finley, als sich ihr die Gelegenheit bietet, sich ins Getümmel stürzt und undercover in Daltons Band anheuert.

Obwohl nicht sonderlich begeistert von ihrem Alleingang sind doch auch Griffin und der Rest der Truppe, Emily und Sam, nicht untätig, sondern arbeiten gleichsam daran, Daltons finstere Pläne zu durchkreuzen und Jasper aus seinen Klauen zu befreien.

Die Lage verkompliziert sich dadurch, dass Reno Dalton auch Chinesin Mei in seiner Gewalt hat, der Jasper sehr zugetan ist und der alles für sie tun würde. Einzig Finley ist nicht so sehr davon überzeugt, dass die zarte, vermeintlich schwache Mei tatsächlich so harmlos ist, wie sie tut.

Kady Cross, aka Kathryn Smith, weiß unterhaltsamen, flotten und actionreichen Steampunk-Spaß zu schreiben, das hat sie bereits in dem 1. Teil ihrer "Steampunk Chronicles" bewiesen. Und auch dieser 2. Teil "Das Mädchen mit dem Flammenherzen" (wobei ich keine Ahnung habe, in welchem Zusammenhang der Titel mit dem Buch stehen soll, das im Original so viel sinnvoller betitelt ist: The Girl with the Clockwork Collar) steht dem in nichts nach.

Es mag durchaus sein, dass dieser 2. Teil der Serie auch als Einzeltitel gelesen werden kann, ich persönlich kann jedoch nur empfehlen ihn in Reihenfolge zu lesen. Gerade was die persönliche Entwicklung von Finley betrifft, ihre Beziehung zu Griffin, sowie das Zusammenspiel der Gruppe, von dem Verständnis der Ereignisse des 1. Teiles ganz zu schweigen, halte ich es einfach für wichtig zunächst "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" zu lesen.

Zunächst war ich von dem Hin und Her zwischen Finley und Griffin (auch die zögerliche Annäherung von Emily und Sam) nicht besonders angetan, zumal das alles dann mit einem Mal ein ziemlich plötzliche (vorläufiges, wir kennen die kommen Ereignisse ja noch nicht) Happy End findet.
Ich denke nicht, dass klare (Liebes-)Verhältnisse mein Leseerlebnis geschmälert hätten. Doch muss auch ich zugeben, dass es insgesamt durchaus Sinn macht, wie die Autorin hier vorgegangen ist.

Zumal die Autorin geschickt die Balance zwischen Gefühlswirren und Action hält. So macht Kady Cross's Steampunk zu lesen einfach Spaß.
Denn die Autorin hat, meiner Meinung nach, ein wirklich gutes Gespür dafür fantastische Welten zu schaffen und diese mit reichlich Steampunk-Elementen zu füllen. Dass sie dazu auch jede Menge Action packt, in die sich Finley immer wieder mit viel Vergnügen (auch für den Leser) stürzt, ist ein weiterer Pluspunkt des Romans, der sich höchst kurzweilig und unterhaltsam auf das Lesen auswirkt.

Kurz gefasst: (YA-)Steampunk vom Feinsten. Flott, unterhaltsam und actionreich.