Rezensionen

Nicoles Bewertung 05 Sterne.png

Titus King ist einer der wenigen Guten in „The Point“ und stets darum bemüht, die Menschen der Stadt und seine Familie und Freunde zu beschützen. Obwohl auch er eine dunkle Geschichte besitzt, hat er es trotz aller Widrigkeiten geschafft, als Teen herauszukommen, aus all dem Elend und der Kriminalität um ihn herum und eine gute Schulbildung genießen zu können, die ihm den ersehnten Job als Cop in „The Point“ eingebracht hat. Eines Tages steht ausgerechnet die Frau vor ihm, die einige Zeit zuvor in einem sehr unschönen Fall verwickelt war und Verrat übte an seiner Familie und seinen Freunden.

Die schöne Reeve ist angeblich zurückgekehrt aus ihrem Zeugenschutzprogramm, weil sie ihren Fehler gutmachen möchte und ihm jemanden auf dem Silbertablett servieren will, der Titus, seinen Bruder und alle anderen, die einst Novak ans Messer lieferten, leiden lassen will. Jedoch hat dieser jemand einen ganz besonderen, persönlichen Grund für seinen Rachefeldzug und so bietet sich Reeve als Köder für den psychopathischen Killer an. Dazu gehört aber auch, dass Reeve und Titus in der Öffentlichkeit als verliebtes Paar auftreten müssen. Während Reeve, die schon lange verliebt in Titus ist, keinerlei Probleme damit hat, weicht Titus lange Zeit zurück- über seine Gründe dafür schweigt er sich jedoch aus. Reeve befürchtet, dass Titus immer noch die Dinge, die sie einst tat, was auch sie selbst einschließt, verabscheut, doch im Laufe der Zeit kommen sich beide näher und begreifen plötzlich, dass sie so unterschiedlich gar nicht sind…

Zugegeben, ich mochte auch schon die ersten beiden Teile der „The Point „ Reihe, auch wenn ich fand, dass sich die Protagonisten in den Vorgängerbänden ein wenig zu sehr festphilosophierten, wenn es um ihren coolen Bad Boy Status und das raue Leben in „The Point“ ging. Es wirkte mir einfach alles ein wenig zu dick aufgetragen; halt so, wie man es in amerikanischen Actionreißern gewohnt ist. Doch mit Titus und Reeve schickt die Autorin diesmal ein Paar ins Rennen, das erwachsener und reifer wirkt und dem man seine Desillusioniertheit vom Fleck weg abnehmen kann, in Anbetracht ihres Werdegangs.  Zudem habe ich mich beim Lesen dabei ertappt, dass mir coole, aber gefährliche Cops in Romanen einfach mehr liegen, als Bad Boys, und da Titus solch einen coolen, aber gefährlichen Cop verkörpert, der mit viel Reife, Cleverness und Charisma ans Werk geht, flog ihm mein Leserherz praktisch sofort zu.

Aber auch in Reeve kann man sich gut hineindenken und zumindest im Ansatz ihr damaliges Handeln verstehen, was beinahe in einer Katastrophe gipfelte. Zwischen Titus und Reeve knistert es von Beginn an gewaltig; es ist hier nicht die Frage ob sie sich miteinander einlassen, sondern nur wann. Und wenn es dann endlich so weit ist, sprühen nur so die erotischen Funken zwischen dem Paar; dafür sorgt die Autorin mit zahlreichen, hocherotischen Liebesszenen, die dem Leser ordentliche Hitzewallungen bescheren dürften. ;-)

Aber auch der Suspenseplot funktioniert hier auf ganzer Linie. Ich fand den dritten Teil dieser Reihe wahnsinnig spannend; zudem baut Jay Crwonover einige Schockmomente in ihre Story mit ein, so dass man hier nicht nur um Reeve und Titus bangen muss. Außerdem hat die Autorin mit dem Bösewicht des Romans einen wirklich angsteinflößenden, cleveren  Psychopathen geschaffen, dessen Handlungen einem beim Lesen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Trotzdem kommt aber auch die eigentliche Liebesgeschichte zwischen Reeve und Titus nicht zu kurz und es ist nicht nur sexuelle Anziehungskraft, die beide verbindet; sprich, ihre Love Story ist absolut nachvollziehbar und sensibel ins Szene gesetzt worden, so dass es hier nichts zu kritisieren gibt.

Übrigens ist das eigentlich nicht so wirklich das Ende mit den Akteuren der „The Point“ Serie, denn Jay Crownover hat eine neue Serie am Start- im ersten Teil ihrer „The Breaking Point“ Reihe, der bereits in den USA im Original erschienen ist, wird es dann um die Tänzerin Honor/Keelyn Foster und den zwielichtigen Geschäftsmann Nassir gehen.

Kurz gefasst: Atmosphärisch dicht, intensiv, aufwühlend, spannend und hocherotisch, ein Pageturner der es in sich hat! Hochexplosiver Abschlussband der „The Point“ Reihe; ich bin auf ganzer Linie begeistert!

Kas Bewertung 05 Sterne.png

Titus King, ist ein Cop, in dem so viel mehr steckt, als nur der Wille, „The Point“ davon abzuhalten komplett den Bach runter zu gehen. Selbst in „The Point“, als Sohn einer Alkoholikerin aufgewachsen, hat er es als junger Mann geschafft den Absprung zu schaffen – im Gegensatz zu seinem Bruder Bax ( Wir kennen ihn aus dem ersten Teil „Entfesselte Sehnsucht“. ). Für Titus fühlt es sich jedoch manchmal an, als würde er gegen Windmühlen kämpfen! Als dann jedoch Reeve auftaucht, eine Frau, die in der Vergangenheit Titus Familie und Freunde in Gefahr gebracht hat, wird sein Leben zusätzlich mächtig durcheinander gewirbelt!

Reeve ist allem Anschein nach aus dem Zeugenschutzprogramm geflohen, weil sie versuchen möchte das, was sie in der Vergangenheit vor allem Dovie, Bax’ Freundin, angetan hat, wieder gut zu machen. Mit nichts am Leibe außer ihren Klamotten, und dem mit belasteten Material vollgepackten Handy des Mannes, der ebenfalls ein Grund ihrer Flucht war, steht sie auf einmal vor der Türe von Detective Titus King. Was Titus nicht weiß ist, dass Reeve schon lange Zeit in ihn, einen absolut integeren Mann verliebt ist. Sie selbst glaubt, dass sie zu „schlecht“ für ihn ist. Titus trifft Reeves Vorschlag wie ein Donnerschlag, als sie sich als „Lockvogel“ zur Verfügung stellt, um dem kriminellen Subjekt, das seit Novaks „Ableben“, The Point in Schutt und Asche legen will, in die Falle zu locken!

Denn dieser hat nicht nur mächtig Dreck am Stecken, er ist ein psychopathischer Mörder – der offensichtlich eine ordentliche Rechnung zu begleichen hat –  und alles daran setzt, „The Point“ in ein regelrechtes Blutbad zu tauchen. Und das hinter einer Maske, hinter der man es eigenltich nicht vermutet! Aber nichts scheint, wie es ist. So machte er auch nicht Halt vor Nassirs Club oder gar vor Nassirs „Mädchen“  und vergreift sich sogar an sehr jungen Frauen. Was wiederum Reeve auf den Plan ruft, die auch für Nassir der beste Lockvogel überhaupt wäre, nur dass Nassir es schlicht und ergreifend egal wäre, was dann mit Reeve passieren würde – im Gegensatz zu Titus. Denn zwischen Titus und Reeve knistert es gehörig von Anfang an! Auch wenn Titus es nicht unbedingt wahr haben möchte …

Titus lässt sich auf den Vorschlag von Reeve ein und so kommen Dinge in Gang, die eine dicke Portion Gefahr und Brutalität im Gepäck haben. Mir ist während des Lesens nicht nur einmal das Herz vor Schreck in die Hose gerutscht. Schon alleine die Gemeinheit die skrupellose, irre Blutrünstigkeit des psychopathischen Antagonist setzt einem ordentlich zu!

Was ich sehr schön an Titus Charakter finde ist, dass er eigentlich den gleichen, kriminellen Weg wie sein Bruder Bax hätte gehen können, doch er hat sich aus der Spirale der Desillusionierung, der Gewalt heraus gekämpft, nur um genau gegen das vorzugehen! Dies empfand ich als sehr mutig, sehr ehrenhaft von ihm. Schon alleine dafür hat Titus ein Häkchen von mir bekommen!

Zwischen Titus und Reeves gibt es sehr emotionale Momente, die einem Knistern gleich aus dem Buch entstiegen und bei mir gelandet sind! Trotzdem ist einem während des Lesens, oder vielleicht gerade deswegen bewußt, wieviel Arges — neben diesen wunderschönen, zwischenmenschlichen Szenen — es in The Point gibt! Es ist diese Gegenüberstellung von Hell und Dunkel, welches sich auch in sattes Grau mischt. Hier kommt es vor, dass die Guten über die Grenze rüber zu den Bösen treten und umgekehrt die Bösen eine Grenze zu den Guten überschreiten. Ich denke, dass ist The Point. Natürlich ist es – wie Jay Crownover bereits im Vorwort geschrieben hat, stellenweise überspitzt, aber das, macht mir im Fall „The Point“ überhaupt nichts aus.

Handlungsstränge verknüpfen sich in „Unbändige Begierde“ und Weg Weisendenes in Sachen Nassirs Geschichte ( Übrigens mein heimlicher Favorit, auch wenn ich nach wie vor mächtig an dieser genialen Kussszene zwischen Bax und Dovie fest hänge :-D ) wird ins Geschehen integriert, so dass man Lust auf mehr „The Point“ bekommt. Ich jedenfalls würde mich irre Freuen, wenn Nassirs Geschichte „The Breaking Point — Honor“, das im Original diesen Oktober erschienen ist, ebenfalls vom Mira Verlag übersetzt werden würd! 5 sehr zufriedene Punkte!

Kurz gefasst: The Point, wie es leibt und lebt mit einem Heldenpaar, welches sich ins Leserherz schleicht. Das Helle und das Dunkle. Das Dunkle und das Helle. Das Eins.