Rezensionen

Schnees Bewertung 04 05 Sterne.png

Wolfssängerin, Band 1 der Reige „Lykandras Krieger“ ist ein richtiges Überraschungspaket. Erwartet habe ich ein mittelmäßiges Buch, aber bekommen habe ich eine wirklich gute Geschichte die mitten in Deutschland spielt.

Die Idee der Autorin eine Wolfssängerin zu erschaffen war für mich sehr neu und gut umgesetzt.

Joli ist eine sympathische Protagonistin, zusammen mit dem Werwolf Remierre kommen ihre Fähigkeiten erst so richtig gut zum Vorschein. Äußerlich wird sie als eher unscheinbar und auf keinen Fall wie ein Model beschrieben- aber trotzdem passt sie hervorragend zu dem sehr schönen Remierre- der besonders durch seine dunkle und edle Ausstrahlung besticht.

Besonders gut hat mir auch der Schreibstil der Autorin gefallen, dieser wirkte sehr entspannend und unterhaltsam. Ich hatte also einiges an Lesevergnügen und war immer mehr überrascht über das Buch. Bisher hatte ich nämlich nur in den Erotikbüchern der Autorin gelesen und diese fand ich leider etwas zu schwach um richtig gut zu sein- „Wolfssängerin“ hingegen war klasse!

Ich hätte mir gewünscht, dass im Mittelteil des Buches die Spannung etwas schneller vorangetrieben worden wäre, leider erlebte ich gerade an dieser Stelle des Buches eine gewisse Langatmigkeit, die zum Glück aber nicht immer da war.

Meiner Meinung nach, ein sehr guter Einstieg in eine hoffnungsvolle Reihe, die ich mit Spannung verfolgen werde!

Wildfees Bewertung 04 Sterne.png

Der Klappentext klingt ganz hervorragend und lässt das Herz jedes Werwolffans höher schlagen.
Der Prolog des Romans ist dann auch angenehm spritzig und ungewöhnlich, der Roman selbst ist bis zum Mittellteil alles andere als langweilig, der Stil ist flüssig, die Grundidee ist interessant und die Liebesszenen sind ebenso ansprechend. Zudem ist Remierre einfach eine Sahneschnitte, schlichtweg zum Anbeißen ;-)

Dennoch gibt es einige Punkte die letztendlich zur Abwertung führen:
Ich persönlich kann bei Liebes- und Fantasyromanen nur selten etwas mit deutschen Handlungsorten anfangen, da sie oft zu hölzern und bieder wirken. In diesem Fall ist der Handlungsort Berlin gerade noch international genug und stimmig, um interessant zu sein, das später im Roman vorkommende Sanatorium ist jedoch ein absolutes No Go, das bei mir persönlich überhaupt nicht ankommt.

Leider ist auch der Funke bei der Charakterisierung von Jolie bei mir nicht übergesprungen. Sie ist schlichtweg zu nichtssagend und zu normal, das kleine Quentchen Skurrilität oder Einzigartigkeit fehlt hier.
Bei Remierres Charakter fand ich es unlogisch, das er noch nie etwas vom Medium Internet gehört hat, zudem fehlte mir hier einfach der normale Alltag: Wie bestreitet er seinen Lebensunterhalt, wie ist sein Tagesablauf? Zu diesem eigentlich charismatischen Charakter hätte ich gerne mehr erfahren.

Insgesamt entwickelt sich die ganze Story für meinen Geschmack zu rasant, zu schnell akzeptiert beispielsweise Jolie das Vorhandensein von Werwölfen und Vampiren. Ebenso schnell entwickelt sich die Liebesgeschichte, zu schnell ist da von Liebe die Rede.

Das letzte Drittel des Buches hätte fast dazu geführt, das ich das Buch abgebrochen hätte. Ein Sanatorium als Handlungsort, dazu eine Versammlung von 12 Vampiren bei Vollmond und ein geheimnisvolles Ritual sind doch zu viel der Klischees und erinnern eher an einen mittelmäßigen Horrorfilm.

Kurz gefasst: Um richtig gut zu sein, ist der Roman zu kurz, darunter leiden die Charakterisierungen und die Storyline an sich. Idee, Mythologie der Werwölfe/Vampire und die Liebesszenen sind jedoch gut.