Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Nach dem Tod ihres Vaters war Halla of Yshrem gerade mal einen kurzen Nachmittag lang die Königin ihres Landes, dann haben ihre Eroberer sie abgesetzt und sie hat sich in ein Kloster zurückgezogen. Grund für den Angriff auf Yshrem war der 8-jähige Mathior, Sohn und Thronerbe der des Zykon-Königs, der von Hallas Vater am Hof von Yshrem als Geisel gefangen gehalten wurde.

Heute ist Mathior selber König – und er will Halla als seine Königin an seiner Seite haben. Diesen Wunsch hegt er im Stillen bereits 16 Jahre, seit der Zeit als er sie am Hof in Yshrem kennengelernt hat. Doch kann er die deutlich ältere Halla davon überzeugen, ihn zu heiraten? Kann sie ihn lieben, so sehr wie er sie liebt?

Für Halla hat eine Ehe mit dem Zykon-König viele Vorteile, vor allem aber kann sie durch ihre Verbindung ihr Volk deutlich besser schützen und stärken. Doch wie kann ein so attraktiver Mann ausgerechnet sie, eine alte Jungfer, zur Frau wählen?

Ich habe mir im letzten Jahr angewöhnt, zwischen zwei Romanen immer mal eine Kurzgeschichte zu lesen. Dabei greife ich unter anderem immer wieder gerne auf die Novellen von Ruby Dixon zurück.

Auch „The King's Spinster Bride“ war unterhaltsam als Zwischenspiel zu lesen – und doch hat es mich deutlich weniger begeistert als andere Geschichten der Autorin. Obwohl ich es immer spannend finde, wenn der Altersunterschied einmal umgedreht ist und die Frau, die deutlich ältere ist, hat es hier für mich nicht funktioniert. Aber womöglich war es auch das ganze Konzept der Geschichte, zb. dass sich Halla 16 Jahre tatenlos im Kloster verkriecht, wofür mir die Autorin keine wirklich nachvollziehbare Begründung hat liefern können oder die Wiederholung der Hochzeitrituale der Zyklonen, die die Autorin bereits bei ihren Orks so, oder sehr ähnlich, angewandt hat.

Was es auch war, ich fand die 137 Buchseiten relativ zäh zu lesen. Zwar waren alle Dixon-typischen Zutaten vorhanden, der flotte Erzählstil, das Talent der Autorin fremde Welten zu erschaffen und der „swoony“ Held, der seiner Auserwählte Halla absolut verfallen war.

Kurzgefasst: als Zwischenspiel durchaus unterhaltsam. Doch grundsätzlich gilt: kann man lesen, muss man aber nicht.