Rezensionen

Elenas Bewertung 05 Sterne.png

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, kamen sofort die Befürchtungen auf, die Story des ersten Teils sei einfach nur mit neuen Charakteren versehen worden. Trotz der vielen Parallelen zum ersten Teil hat man allerdings keinen Augenblick lang das Gefühl man lese etwas zum zweiten Mal.

Die Autorin geht chronologisch vor und setzt den mittleren Bruder, Carlos,  hier in den Mittelpunkt. Natürlich ist er ein typischer Fuentes, allerdings noch mehr Bad Boy als sein großer Bruder es war.  Sein Gegenpart Kiara ist zwar  nicht der selbe Typ Frau wie die Protagonistin aus Teil 1, aber auch hier prallen zwei unterschiedliche Welten aufeinander und Carlos Coolness wird schlussendlich geknackt. Das fesselnde Spiel der sich anziehenden Gegensätze gelingt der Autorin auch im zweiten Teil. Die Hauptcharaktere dieses Romans sind wieder großartig gezeichnet und interessant.

Weiterhin wird auch Alex und Brit ein kleiner Raum zugestanden, so dass man die Entwicklung des lieb gewonnen Paares verfolgen kann – ansonsten hätte mir abschließend betrachtet auch stark etwas gefehlt.

Die Story ist zwar eigenständig, wird aber auch gleichzeitig irgendwie weiter erzählt, wobei parallel zur Love Story hier auch familiäre Konflikte wieder zum Thema werden.

Der Erzählweise aus abwechselnd unterschiedlichen Perspektiven bleibt die Autorin zum Glück treu, so dass man gleichzeitig das Innerste beider Charaktere sieht.

Kurz gefasst: Romantisch und zugleich witzig und ernst steht der zweite Teil dem Vorgänger in nichts nach.

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Nachdem Alex den Ausstieg aus der Gang überlebt hat und dem Tod des Anführer der Latino Bloods, Hector Martinez, flieht die Familie zurück nach Mexiko. Aber auch dort kann sich Carlos, der mittlere Fuentes Bruder, nicht aus Schwierigkeiten heraushalten. Seine Familie beschließt, ihn nach Colorado zu schicken, wo Alex am College ist, damit er dort seinen Highschool-Abschluss macht.

Doch kaum dort angekommen, wird Carlos in den dortigen Bandenkrieg, wegen seiner Verbindungen zu mexikanischen Gangs verwickelt und wegen angeblichen Drogenbesitzes verhaftet. Um weiterhin an der Highschool bleiben zu können, wird er unter die Vormundschaft von Professor Westford gestellt.

Gar nicht gut unter einem Dach mit Kiara leben zu müssen, die viel zu anziehend auf Carlos wirkt und ihm, im Gegensatz zu den von ihm bevorzugten oberflächlichen Beziehungen, viel mehr bedeutet, als er je zugeben möchte und außerdem schon seit dem ersten Tag auf der Highschool einen Kleinkrieg mit ihm führt.

Das große Problem, das ich mit diesem 2. Teil von Simone Elkeles „Fuentes Brüder“ Serie hatte, war dass er dem ersten Teil zu sehr gleicht. Natürlich ist Carlos ein anderer Typ als Alex und auf seine Art viel aggressiver und rebellischer und auch Kiara, nicht Brittany, Alexs Freundin aus „Du oder das ganze Leben“, doch der Ablauf der Geschichte, hält sich meiner Meinung nach einfach zu dicht an diesen Teil.

Zumindest hat die Autorin dieser Variante hinzugefügt, dass sich Carlos am Ende bei seinem Bruder und seinem Ziehvater, bzw. Vormund - nach Protesten - Unterstützung holt, ja sogar ein Stück weit darauf vertraut, dass sie ihm tatsächlich helfen können.

Carlos macht es einem nicht leicht, er führt sich als ziemlicher Kotzbrocken ein und es dauert eine ganze Weile, bis er mein Leserherz für sich gewinnen konnte. Kiara dagegen war von Anfang an eine toller, wunderbar starker und gefestigter jugendlicher Charakter, der mir wirklich gut gefallen hat.

Spaß gemacht, das Buch zu lesen und erneut in die Familie der Fuentes eintauchen zu dürfen, hat es selbstverständlich trotzdem, auch wenn ich das Buch nicht so beeindruckend in seinen Details fand, wie seinen Vorgängerteil.

Doch Simone Elkeles hat einen sehr unterhaltsamen Erzählstil, schreibt kurzweilig und anschaulich, sodass es ein Leichtes ist; sich fallen zu lassen und die jugendlichen Probleme, der Charaktere zu verfolgen. Jung zu sein und erwachsen zu werden, ist nie einfach und dass kann die Autorin wirklich gut eingefangen und durchaus bewegend an ihre Leser weitergeben.

Kurz gefasst: Dieser 2. Teil der Serie weißt einige Ähnlichkeiten mit seinem Vorgänger auf, was den Plot ein wenig abnutzt. Dafür weiß er mit seinen jugendlichen Charaktere zu begeistern und dem kurzweiligen Schreibstil der Autorin.