Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Seit nunmehr 5 Jahren gibt sich Miss Aline Finch alle Mühe hinter dem attraktiven Professor Romanov, als seine Sekretärin hinterher zu hechten, seine „Biester“ Gassi führen und seine abgelegten Geliebten abfertigen zu müssen. Doch genug ist genug. Nachdem seine mechanischen „Höllenhunde“, vom Professor liebevoll Pupps (Welpen) genannt, Aline in die Thames (Themse) befördert haben ist Schluss mit Lustig. Für sie wird es Zeit endlich zu kündigen, ihren Charlie zu heiraten und mit dem Archäologen auf die versprochene Hochzeitsreise nach Ägypten zu gehen.

Die Situation kommt für Sasha Romanov überraschend, als er endlich aus Genua, wo er drei Wochen in Untersuchungshaft geschmort hat, nach London zurückkommt. Denn es ist wichtiger als jemals zuvor, dass er Aline unter seinem Schutz behält. Denn er ist nicht nur ein Professor, der brutale Kriminalfälle studiert, sondern einer der unsterblichen Männer mit einem da Vinci-Herzen, die sich selber „Elder“ nennen, auch wenn er aufgrund der Umstände, von dem Council (Rat) nicht als vollwertig akzeptiert wird und Aline schwebt in großer Gefahr. Und diese Angst um ihre Sicherheit macht ihm mehr als zuvor deutlich, wie sehr er Aline braucht und wie sehr er sie liebt. Eine Liebe die, weil er ist, was er ist, keinen guten Ausgang finden kann.

Als ich mir Margaret Foxes „Prince of Hearts“, den 1. Teil ihrer „The Elders and Welders Chronicles“ vorgenommen habe, war mir noch nicht klar, dass der Autorenname ein Pseudonym von Maggie Fenton ist; von der ich bereits den sehr unterhaltsamen Roman „Ein Duke auf Reisen“ genießen durfte. Doch auch wenn die Autorin als Margaret Foxe „Dark Romance“, bzw. „Dark Steampunk“ schreibt, so ist doch der unverkennbare und für mich so unterhaltsame Humor der Autorin auch hier wiederzuentdecken.

Allerdings hatte ich so meine Probleme mit dem Einstieg in die Geschichte, weil ich mich zunächst einmal durch eine ganze Reihe an englischen „Steampunk“-Begriffen durcharbeiten musste, um auch nur annähernd die Welt zu verstehen, die Margaret Foxe hier geschaffen hat. Noch schwieriger war den politischen Entwicklungen zu folgen, da ich mich weder so gut in Geschichte auskenne (an die sich die Autorin anlehnt) und mein englischer Sprachschatz eben auch seine Grenzen hat.

Ich habe also eine ganze Weile gebraucht um mich einzulesen und um zu erkennen, dass es sich hier mitnichten um eine mehrteilige Serie um Aline und Sasha geht, die die Liebesgeschichte eher am Rande erzählt, sondern die Reihe eine „klassische“ Liebesroman-Serie ist, mit jeweils in sich abgeschlossenen Liebesgeschichten. Von da ab konnte ich ein wenig entspannter Lesen und mich vor allem auf die wundervolle Liebesgeschichte von Aline und Sasha konzentrieren.

Neben des Steampunk-Themas, ein Genre, natürlich nur in Verbindung mit einer Liebesgeschichte, was ich unheimlich gerne lese, hat mir „Prince of Hearts“ zwei weitere wichtige Punkte geboten hat, ein großartiger, grüblerischer und geschundener Held, der einfach alles für die Liebe seines Herzens machen würde und einer unabhängigen und starken Heldin, deren Welt mit einem Mal Kopf steht, in der nichts mehr so ist, wie es war.

Der Roman mag nicht in allen Punkten eine nachvollziehbare Erklärung liefern - so mein Eindruck, denn Achtung, mein Englisch ist alles andere als perfekt! Zwar weiß die Geschichte, finde ich, mit spannenden Details über die Steampunk-Welt von Aline und Sasha zu unterhalten, doch Lesern, denen eine ins Detail erklärte Welt wichtig ist, könnten vielleicht enttäuscht werden. Mich haben die Charaktere, in den Hauptrollen als auch in den Nebenrollen, als auch die Liebesgeschichte so sehr fesseln können, dass mich die ein oder andere Erklärungs- oder Verständnis-Lücke zwischendrin überhaupt nicht tangiert hat.

Kurz gefasst: Hach, was für ein wundervolles Abenteuerliches und zugleich romantisches Lesevergnügen!