Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Sein Vater besteht darauf, dass Enzo Moretti erst heiraten muss, damit er ihm den Familienbetrieb überschreibt. Tut er es nicht, geht die Firma an seinen Bruder. Nicht nur, dass sein Bruder kein Verständnis für die Baubranche hat, Enzo arbeitet auch seit seiner Teenagerjahre daraufhin, den Betrieb zu führen. Obwohl es ihm an weiblicher Begleitung nicht mangelt, eine Braut für ihn war noch nicht dabei. Nun hat er sich jedoch dazu entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen und seine neueste Flamme, der junge Reina einen Heiratsantrag zu machen - die ihn rundheraus ablehnt und sich in die nächste Bar aufmacht.

Die DeRossis und die Morettis sind schon viele Jahre befreundet und Bianca kennt Enzo schon ihre Leben lang. Enzo hat damals auf Anordnung der Familie, sogar als ihr Date beim Abschlussball gedient. Zu scheu, hat sie diese Gelegenheit jedoch zum Lesen genutzt und Enzo hat stattdessen mit anderen Mädchen getanzt. Etwas, was sie ihm krummgenommen hat und eine lange Feindschaft zwischen den beiden angefacht.

Nun jedoch hat sie einen Deal für den Sitzengelassen Enzo: Phase 1, sie datet Enzo, Phase 2 sie heiratet ihn, damit ihr den Familienbetrieb führen kann und er wird der Vater ihres Kindes, via künstlicher Befruchtung, natürlich. Ist das Kind geboren, folgt in Phase 3, die Scheidung. Ein Business Deal, mit festgelegten Regeln. Ein vor der Familie gutmeintes Geschenk zur Hochzeit, eine romantische Nacht auf der Cloverleigh Farm, macht es jedoch schwer, diese Regel einzuhalten.

Für „Smalltown Romance“, finde ich, sind die Romane der „Bellamy Creek“-Serie gut ausbalanciert erzählt - flott, modern und sexy. So konnte ich auch alle Teile der Serie hintereinander weglesen ohne eine Überdosis von „weißer Lattenzaum“ zu bekommen. Ein bisschen ein Problem dabei ist Melanie Harlows Berechenbarkeit, in der sie ihre Geschichten erzählt. Die Romane sind alle in derselben Art und Weise aufgebaut. Innerhalb dieses Aufbaus hat mir „Call Me Crazy“ am besten gefallen.

Als Leser der Serie durfte ich Bianca bereits kennenlernen und konnte mich mit ihrer und Enzos „Feindschaft“ amüsieren. Auch wenn die beiden in „Call Me Crazy“ nun natürlich etwas freundschaftlicher miteinander umgehen, weil es nicht ausbleibt, dass sie sich aussprechen und besser kennenlernen, so sind ihre Wortduelle doch nicht weniger amüsant.

Vermutlich hat das auch dazu beigetragen, dass mir die Charaktere von Bianca und Enzo am besten gefallen haben, so verrückt und abwegig die Geschichte auch war. Sie sind ehrlich miteinander umgegangen und das „Missverständnis im 3. Akt“ war auf ein Minimum beschränkt.

Kurzgefasst: ein amüsanter und kurzweiliger, zeitgenössischer „Marriage of Convenience“-Romance.