Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Nach ihrer Scheidung muss sich Magdalene „Maddie“ Blake nun endlich um das Haus kümmern, dass sie von ihrer Mutter geerbt hat. Zu diesem Zweck reist sie mit ihrem Sohn nach Bellamy Creek. Da das Haus ihrer Mutter nicht bewohnbar ist, hat sie Beckett Weaver, der auf der anderen Seite der Straße wohnt und seit ihrer gemeinsamen Schulzeit ein guter Freund ist, eingeladen bei sich zu wohnen.

Beckett schwärmt für Maddie seit er denken kann. Doch nie hat sich für ihn der rechte Zeitpunkt ergeben, sie für sich zu gewinnen. Zudem hat er schmerzhaft lernen müssen, dass keine Liebe lange halten kann, schließlich hat ihn sogar seine Mutter als Kleinkind verlassen. Und doch gehört Maddie in seine Arme und in sein Leben. Nur lieben kann er sie nicht, oder doch?

Für mein Gefühl war Beckett derjenige, der vier Freunde und Hauptprotagonisten der „Bellamy Creek“-Serie, von dem ich im Vorfeld am wenigsten in der Serie gelesen habe. Und tatsächlich hat mich seine Geschichte auch am wenigsten gereizt zu lesen, weil ich einen „friends to lover“-Trope immer ein wenig schwierig finde. Aber natürlich wollte ich Cheyenne und Cole Hochzeit (Make Me Yours) nicht verpassen zu lesen und auch Becketts Familiensituation, mit seinem kranken Vater und Maddie und ihr Sohn war nicht uninteressant.

Und tatsächlich hat mir dieser Teil der Geschichte auch sehr gut gefallen. Es war einfach behaglich zu lesen, wie alle in kurzer Zeit zu einer Familie zusammengewachsen sind. Und natürlich bin ich nicht umhingekommen, auch ein paar Tränchen zu verdrücken, weil‘s so schön war. So weit hat also alles gestimmt. Trotzdem konnten mich Maddie und Beckett nicht so recht vom Übergang ihrer Freundschaft zu Liebe überzeugen; wenn ich Beckett auch seine herzzerreißend lange heimliche Schwärmerei für Maddie und seine Probleme, sich ihr zu öffnen, auch problemlos abnehmen konnte.

„Tie Me Down“ ist der letzte Teil der „Bellamy Creek“-Serie. Für mich eher ungewöhnlich, habe ich alle Teile der Serie hintereinander weggelesen können, ohne von einer Überdosis „weißer Lattenzaun“ erschlagen zu werden. So schätze ich besonders die Ausgewogenheit von flott, modern und sexy, mit der Melanie Harlow die Geschichten der Serie erzählt. Sie geht dabei jedoch immer nach dem selbem Muster vor; was meiner Meinung nach, auch die größte Schwäche dieser Serie, vermutlich sogar aller Harlow-Romane ist. Deswegen bin ich auch froh, dass sie Serie auf 4 Teile beschränkt ist, wenn ich mich auch in „Bellamy Creek“ rundum wohlgefühlt habe.

Kurzgefasst: der etwas schwächerer Abschlussteil, einer behaglichen-wohlfühl-smalltown Liebesroman-Serie.