Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

So hat sich Joanna ihr Leben nicht vorgestellt. Jung verwitwet und in Trauerkleidung sitzt sie nun bei den Mauerblümchen. Die sind zwar zu ihren liebsten Freundinnen geworden, aber nun zu erleben, wie das Leben an ihr vorbeizieht, weil die beiden sich verliebt und heiraten ist nicht schön.

Und irgendetwas zu tun, die Auswahl ihrer Aktivitäten wegen der Trauerzeit beschränkt, wendet sie sich der Wohltätigkeit zu. Und trifft dort auf den Namensgeber der Organisation, Ambrose Creasey, Earl of Newhaven.

Auch Ambrose ist mit seinem Leben als Schwerenöter und Lebemann nicht mehr zufrieden, es gibt ihm nicht mehr die Befriedigung, wie einst. Er hofft, dass eine neue Aufgabe ihn aus seiner Lethargie holt. Aber dann kreuzt Joanna seinen Weg und mit ihr genau die Herausforderung, die ihn reizt.

Dieser 3. Teil der „Wallflower Brides“-Serie hat mir am besten gefallen und das, obwohl die Liebesgeschichte einen relativ unspektakulären Verlauf hat. Ambrose und Joanna verfallen einander bereits nach dem Kennenlernen und sie lassen sich nur zu bereitwillig aufeinander ein.

Es geht also nicht so sehr um die Liebesgeschichte, sondern um die persönlichen Probleme, die verhindern, dass es eine glückliche Liebesgeschichte werden kann. So muss Joanna erst lernen ihre Trauer zulassen und zu verarbeiten und Ambrose muss erkennen, dass Worten auch Taten folgen müssen, bevor beide ein neues Leben miteinander beginnen können.

Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin die Probleme der beiden angeht und wie sie die Figuren denken und handeln lässt, um ihr Dilemma zu lösen. Dabei erzählt Samantha Holt die Geschichte in dem für sie typischen leichten Erzählstil, ohne jedoch die Tiefe missen zu lassen. Dabei geht die Geschichte keine Umwege und lässt so auch zu keinem Zeitpunkt Spannung missen. Alles was erzählt wird, gibt zuletzt einen Sinn und begleitet die Entwicklung der Charaktere.

Kurz gefasst: ein sehr schöner, sehr stimmiger Anschlussband, der ernste Töne verlauten, dabei aber auch die leichten nicht vermissen lässt.