Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Verletzungen, die er in der Kindheit erlitten hat, haben ihn lange von seiner Familie ferngehalten. Derweil hat sich Fletcher “Grey” Pryde, Duke of Greycourt in Arbeit vergraben und sich darauf konzentriert sein Vermögen zu mehren. Doch, nachdem sein Stiefvater verstorben ist, kann er seine Mutter und den Rest der trauernden Familie nicht länger meiden und kehrt zurück in das Haus des Duke of Armitage, dessen neue Titelhalter sein jüngerer Halbbruder Sherian Wolfe ist.

Letzterer glaubt fest daran, dass sein Vater nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, sondern einem Mord zum Opfer gefallen ist. Und einen Verdächtigen hat er auch, seinen Cousin Major Joshua Wolfe, der mit seiner Schwester Beatrice im Witwenhaus des Anwesens lebt und sich als Wildhüter verdingt.

Sheridan bittet Grey ihm bei einer möglichen Ermittlung zu helfen und ein Auge auf Joshuas Schwester zu halten. Grey ist von der offenen und unverblümten Beatrice fasziniert, die so anders ist als die Londoner Debütantinnen, die er stets zu meiden sucht. Doch so anziehend sie auch auf ihn wirkt, Sheridans Verdacht steht zwischen ihnen.

Ich lese die Bücher der Autorin Sabrina Jeffries schon seit vielen Jahren und als eine meiner Lieblingsautorinnen muss sie um ihren Stammplatz nicht fürchten, auch wenn meine Lese-Erlebnisse mit ihren Romanen, ihre Höhen, Tiefen und alles zwischendrin haben.

Was mir an der „Duke Dynasty“-Serie so gut gefällt ist die Idee dieser weitverzweigten Patchwork-Familie, in der gleich drei Dukes ihren Platz haben. Auch, wie dieses Familienserie mit einer Reihe vermutlicher Mordfälle verbunden ist, gefällt mir. Der Stil der Autorin ist in der Übersetzung sehr angenehm zu lesen, flott und kurzweilig. Der vielversprechenden Unterhaltung diesen 1. Teiles der Serie steht jedoch die Ausarbeitung der Protagonisten im Wege.

Ich hatte meine Mühe mich an die, sich, für meinen Lese-Geschmack, zu kindisch-temperamentvoll verhaltenden Protagonisten zu gewöhnen. Sicher, ich mag furchtlose, ehrliche und offene Heldinnen, dabei bevorzuge ich sie jedoch auch besonnen und bodenständig. Sowohl Grey als auch Beatrice kam mir oft vor wie Kinder, die trotzig mit dem Fuß aufstampfen, um ihren Standpunkt zu verdeutlichen, ohne ihn logisch zu vertreten.

Die vielen Wendungen, die ihr Verhalten und Gedanken genommen haben, haben eine Art Schleudertrauma bei mir hinterlassen, bis ich sie nicht mehr wirklich nehmen könnte. Sprich, mit diesem ganzen kleinlichen hin und her komme ich nicht wirklich zurecht.

Kurzgefasst: eine variantenreiche und spannende Serien-Idee, deren Charaktere dieses Teils es mir nicht leicht gemacht haben, mit ihnen zu leben und zu lieben.