Rezensionen

Wildfees Bewertung 02 05 Sterne.png

Aedan ist neben seiner Rolle als Adeliger auch Bauingenieur und baut in unmittelbarer Nähe zu seinem Landsitz eine Straße. Bei Sprengungen werden Ruinen freigelegt, die untersucht werden sollen.

Christina ist Historikerin und Witwe eines namenhaften Malers. Christina untersucht die Ruinen im Auftrag der historischen Gesellschaft. Aedan hat allerdings ein Problem damit: Erweisen sich die Ruinen als historisch wichtig, muss er laut Testament seines verstorbenen Vaters den Landsitz zu einem Museum umfunktionieren. Als er Christina das erste Mal sieht, ist er verblüfft: SIE ist die Figur der Dornenprinzessin, des Bildes, das er in seinen Privaträumen aufbewahrt und die Frau seiner Träume.

Die Legende um die Dornenprinzessin scheint allerdings auch der Fluch der Familie zu sein: Alle aus Liebe geheirateten Frauen der Familie starben früh. Kann er dennoch das Risiko eingehen, um Christina zu werben?

Leider lässt mich der Roman ähnlich wie der Vorgängerroman zwiespältig zurück. Der Klappentext suggeriert Mystik, die im Roman selbst nur andeutungsweise vorkommt.
Das liegt nicht zuletzt am Handlungsrahmen und Handlungsort. Vergangenheit und Moderne prallen hier aufeinander, Mystik und Märchen versus historische Fakten. Das ist für einen Regency Roman eher ungewöhnlich, verleidet mir allerdings den vollen Lesegenuss.

Held und Heldin bleiben recht farblos, auch hier gibt es wiederholt Missverständnisse durch Unausgesprochenes und die eigentlich selbstständige Heldin folgt den gesellschaftlichen Zwängen.

Fans von ausführlicheren Liebesszenen bleiben bei diesem Roman auch auf der Strecke, die Szenen bleiben eher kurz oder sind gar nur angedeutet.

Positiv anzumerken sind einige Kleinigkeiten die nicht so häufig in Regencys vorkommen: Die Heldin ist gebildet, Witwe, trägt eine Brille, der Held ist Ingenieur.

Kurz gefasst: Ganz nett für zwischendurch.