Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Für Zoe Romero ist die Zukunft düster aus. Wegen finanzieller Vorteile hat sich ihr Vater schon vor Jahren mit den Princes auf eine Hochzeit zwischen Zoe und dem Erben der Princes Rocco geeignet. Das größte Problem dabei, Rocco ist ein Psychopath und immer schon darauf fixiert Zoe eines Tages zu brechen. Doch zunächst hat Zoe Aufschub gefordert, 3 Jahre für das Kingmakers, eine exklusives „College“ für den Mafia-Nachwuchs.

Zwar bleibt Rocco als Problem erhalten, auch er geht nach Kingmakers, doch gibt es zumindest relative Freiheit von ihrem Vater. Und sie hat Freunde gefunden, Anna (ihre Geschichte wird in „The Heir“ erzählt) und Chay. Zur Clique der beiden gehört auch Annas Cousin, Miles Griffin.

Miles sieht seine Zukunft nicht in der Nachfolge eines Vaters, sondern als Graue Eminenz im Hintergrund. Einer, der die Fäden zieht, Netzwerke aufbaut, Kontakt vermittelt und Gefallen sammelt. Sein Startkapital für die Zeit nach Kingmakers, die er hauptsächlich zur Kontaktaufnahme zu den zukünftigen Erben nutzt, hat er bereits angelegt.

Doch dann trifft er eines Tages auf eine Szene zwischen Zoe und Rocco, die Zoe in seine direkte Aufmerksamkeit rückt. Von diesem Zeitpunkt wird sie mehr und mehr zu seinem Mittelpunkt, bis ihm klar wird, dass er ein Leben ohne sie, nur ein halbes Leben ist. Er beginnt einen Plan auszuarbeiten, der Zoe aus dem Griff ihres Vaters und von Rocco und dem Ehevertrag befreien soll.

Anmerkung: ich habe die Serie im englischen Original gelesen, für ku (kindle unlimited) wird aber auch eine deutsche Übersetzung angeboten.

Es ist immer noch so, dass ich Mafia-Romances eher gelegentlich lese, sodass es eine kleine Weile gedauert hat, bis ich nach „The Heir“, dem 1. Teil der „Kingmakers“-Serie von Sophie Lark, „The Rebel“, zur Hand genommen habe.

Bereits im 1. Teil konnte ich feststellen, dass mir diese Serie, mit ihrem New Adult-Touch, deutlich mehr liegt als die, zumeist dunkleren Adult Mafia-Romances. „highschool life“ trifft auf „adolescent romance“ bringt das auf den Punkt. Da ich jedoch, die von Fans und der Autorin empfohlene Lesereihenfolge einhalten will, werde ich mich in Anschluss an diesen Teil zunächst der „Underworld“-Serie widmen. Je nachdem wie weit die Autorin geht, wird es ein interessanter Ausflug für mich werden.

Was mich an „The Rebel“ so besonders fasziniert hat und mir so großes Lese-Vergnügen bereitet hat, ist der Erzählstil der Autorin, in dem sie alle Teile der Serie aufgebaut hat. Ich bin in der Vergangenheit bereits auf diese sich abwechselnden drei Ich-Erzadlerperspektiven gestoßen, doch noch keine Autorin hat mich damit jemals so begeistern können, wie Sophie Lark. Mit geschickt eingestreuten Andeutungen und den Twists und Turns, die die Geschichte nimmt, packt sie noch einen Schippen darauf und lässt mich förmlich nach weiteren Geschichten gieren.

Diese Begeisterung ist umso interessanter, da mich die Hauptprotagonisten diesmal so überhaupt nicht für sich einnehmen konnten. Normalerweise steht und fällt damit eine Geschichte für mich. „The Rebel“ hat mich trotzdem gefesselt, obwohl sie lediglich nettes Beiwerk waren.

Tatsächlich ist das ein wenig schade, da ich, vor allem Miles, im 1. Teil der Serie, als sehr interessante Figur kennengelernt habe. Aufgefallen waren mir, da sein Witz, sein Spott und seine unverfälschte Unverfrorenheit. In „The Rebel“ konnte ich das nur noch erahnen und ich empfand ihn eher als blass und uninteressant. Mit Zoe ging es mir ähnlich. Letzteres lag vermutlich an dem unglaublich starken Auftritt ihrer jüngeren Schwester. Für mich war Cat, die eigentliche Hauptfigur dieses Romans.

Kurzgefasst: eine starke Geschichte, mit starken Nebenfiguren - die, die Hauptprotagonisten, vor allem in der 2. Hälfte des Buches, in den Schatten gestellt haben.