Rezensionen

Schattens Bewertung 04 05 Sterne.png

Dies ist der letzte Teil der Reihe. Julia ist wohl das, was man unter einem weiblichen Vamp versteht. Immer auf fast 10 cm hohen Pfennig-Absätzen anzutreffen, meist bekleidet mit einen mehr als kurzen Minirock und jede Woche einem anderen Mann zugeneigt.
Keiner traut ihr wirkliches Talent in anderen Dingen, als in der „Horizontalen“ zu.
Doch wie so oft täuscht der äußere Schein und Julia hat genug von ihrem Image. Auch wenn sie ihre Stöckelschuhe über alles liebt, will sie seriös werden um endlich einen Mann zu finden, der sie wirklich liebt.
Und eigentlich sollte dieser ignorante Typ Ben, der ja noch nicht einmal eine richtige Arbeitsstelle vorzuweisen hat, doch zufrieden sein. Schließlich zieht er sie schon länger damit auf!
Doch irgendwie stört Ben es ungemein, das Julia auf einmal so verändert ist und überhaupt, er hat doch Wichtigeres zu tun. Wie zum Beispiel den Mord an seinem Partner zu klären...

In Band 2 wurde es angedeutet und jetzt wird sich zeigen, was aus Julia und Ben wird. Die Charaktere sind dabei wieder mal klasse (wieder ein tortured hero) und auch der Schreibstil ist gewohnt eingängig.

Doch leider passt die Krimigeschichte so gar nicht. Ich hätte es besser gefunden, wenn es ein reiner Chick-Lit geworden wäre (wie in Band 1 und 2); denn so wirkt das ganze „Drumherum“ leicht gezwungen und gestellt.

Wie gewohnt wird aber wieder mal mit dem Thema „Fernsehen“ gespielt. Julia, vorher Besitzerin eines Fernsehsenders, hat diesen an Sinclair, den Mann ihrer besten Freundin verkauft und versucht sich nun vor der Kamera.
Sie baut die Sendung "Der Primitivling" auf, in der sie ungehobelten Männern Manieren beibringen möchte, damit diese ihre Traumfrau erobern können. Und wer wäre da besser geeignet als Ben?
Doch auch wenn er sich weigert, hat Julia doch mehr Eindruck auf ihn gemacht als er sich das eingestehen will, oder?

Alles in allem ein wunderschöner Chick-Lit mit sympathischen Charakteren und einem schönen Schreibstil. Ohne die leicht gezwungen wirkende Krimigeschichte wäre das Buch jedoch noch einen Tick besser.