Rezensionen

Ankes Hörbuch Bewertung 04 05 Sterne.png

In den Kritiken, die ich über Hector und die Geheimnisse der Liebe‘ gelesen habe, scheint immer wieder ein wenig Enttäuschung über das Buch durch. Da ich bisher noch keine Bekanntschaft mit den philosophischen Geschichten, weder in Buch- noch in Hörbuchform, von Francois Lelord gemacht habe, bin ich völlig ohne Erwartungen an das Hörbuch herangegangen.

‚Hector und die Geheimnisse der Liebe‘ ist kein Liebesroman, sondern eine Geschichte über die Betrachtung der Liebe. Ein Buch, das genauso unterhält, wie zum Nachdenken anregt, aber die ganze Aufmerksamkeit des Zuhörers fordert. Will man also mal ganz nebenbei, dem Hörbuch lauschen, so wird man wahrscheinlich schnell gelangweilt sein. ‚Hector und die Geheimnisse der Liebe‘ zu hören, richtig zu verstehen und genießen zu können, braucht Zeit und Ruhe.

Zuerst einmal fällt der sehr angenehme und überaus gekonnt lesende Sprecher Edgar M. Boehlke, mit seiner fantastischen Stimme auf. Die Figur Hector bekommt dadurch einen zusätzlichen Charakterzug, der einiges von dem faszinierenden Schauspieler Edgar Boehlke hat, aber sich auch ganz wunderbar in die Persönlichkeit von Hector einfügt, ihn abrundet, ja sogar ein Bild vor dem inneren Auge entstehen lässt.

Sprecher und Figuren passen zueinander und machen so natürlich einen großen Teil vom Charme des Hörbuches aus. Die Betrachtungsweisen, die Hector über die Liebe macht, können natürlich nicht jedem Zuhörer entsprechen, aber der Autor Francois Lelord fügt viele andere Figuren und andere Meinungen in die Geschichte ein, sodass man sich leicht mit dem einen oder anderen identifizieren kann.

Kurz gefasst: Eine Geschichte wie die Liebe: Unterhaltsam, anregend und nachdenklich machend.