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Nicoles Bewertung

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Jaine Austen, Hobbydetektivin, bekommt eines Tages einen neuen Fall auf dem Silbertablett serviert. Kaum hat sie einen neuen Job, als Drehbuchschreiberin für eine TV Serie, in einem kleinen Filmstudio bekommen, geschieht ein Mord während der Dreharbeiten.
Das Opfer ist Quinn Kirkland, ein ziemlich attraktiver Ladykiller, der fast mit jeder weiblichen Kollegin sexuelle Erfahrungen gesammelt hat und der aus diesem Grund (trotz seiner guten schauspielerischen Leistungen) bei den männlichen sowie weiblichen Kollegen, zuletzt in der Beliebtheitsskala eher auf den unteren Reihen logierte. Jeder im Filmstudio hat theoretisch ein Motiv für die Tat, jedoch fehlt als einzige Jaines Freundin Kandi ein Alibi und da auch sie ein Verhältnis mit dem schönen Quinn hatte, wird sie kurzerhand verhaftet.

Da Jaine von Kandis Unschuld überzeugt ist, beschließt sie, ihre eigenen Ermittlungen anzustellen. Doch ihre Ermittlungen schrecken scheinbar auch den wahren Mörder auf, denn eines Tages wird auf sie ein Mordanschlag verübt. Kraft, diesen Fall zu meistern, gibt ihr einzig und allein ihre gefräßige Katze Prozac, denn Jaine ist seit ewigen Zeiten solo und ihre liebevollen, aber ziemlich schrulligen Eltern sind ihr keine große Hilfe; im Gegenteil ihre Mutter will sie unbedingt mit einem Mann einer Nachbarin verkuppeln und ihr Vater vermutet, dass Jaines Mutter ein Verhältnis mit dem Verkäufer eines TV- Shop- Kanals hat...

„Rache mit Sahne“ ist in erster Linie ein sehr humorvoller Frauenroman. Der Erzählstil der Autorin (Ich Form) ist amüsant und viele Dialoge und Sichtweisen der Heldin sind so treffend formuliert, dass ich oft lauthals lachen musste. Die leicht pummelige Heldin Jaine Austen, ist auch charakterlich eine Heldin nach meinem Geschmack. Sie ist nicht nur witzig, sondern auch selbstironisch und ihre (vergeblichen) Versuche den süßen Verlockungen in Form von Süßigkeiten und gutem Essen zu widerstehen, kann wohl jede Leserin gut nachvollziehen und sich gut mit der Heldin identifizieren.

Als Katzenfan hat mir auch Jaines Katze, Prozac, sehr viel Lesespaß bereitet. Wer selbst Katzenbesitzer ist, wird die typischen Verhaltensweisen des gefräßigen Katers bestimmt auch in seinem geliebten „Teppichmonster“ wiederfinden. ;-)

Die Idee des Settings fand ich ziemlich interessant, denn der Einblick in ein Filmstudio war so bildhaft von der Autorin geschildert, dass man als Leser ein regelrechtes „Hinter den Kulissen“- Gefühl bekam. Der Krimiplot ist zwar nicht unbedingt spannend geraten, jedoch fügt er sich unterhaltend ins Gesamtbild ein und lässt einen positiven Leseeindruck zurück.

Zwar gibt es in diesem Roman ziemlich viele, agierende Charaktere, jedoch vermochte es die Autorin durch ihren detaillierten Schreibstil, den Figuren so viel Leben und Eigeninitiative einzuhauchen, so dass zu keinem Zeitpunkt bei mir das Gefühl aufkam, die vielen Personen würden nur noch verwirren und den Handlungsablauf bzw. den Lesegenuss stören.

Wer sich für diesen Roman entscheidet, bekommt ein unterhaltsames „Gute Laune“ Buch, dass nicht nur Lesespaß bereitet, sondern auch noch neugierig auf weitere Abenteuer der Heldin Jaine Austen macht.

Kurz gefasst: Eine empfehlenswerte, im positiven Sinne, leicht abgedrehte Krimikomödie, mit einer toughen Heldin und liebevoll schrägen Nebenakteuren!