Rezensionen

Jolies Bewertung 01 05 Sterne.png

Bisher gefiel mir die Miniserie "Diamanten für die Braut" sehr gut – doch bisher kannte ich auch nur den 1. und 3. Teil dieser Reihe …

Mit "Dieses unwiderstehliche Verlangen" hat Yvonne Lindsay sich selbst und vor allem ihren Lesern keinen Gefallen getan. Keine Frage: Ihr Schreibstil ist so angenehm wie eh und je, aber die Figuren … oh weh! Held und Heldin wirken wie programmierbare Roboter, die sich nach Bedarf umschalten lassen: Von Kotzbrocken (Bitte entschuldigt dieses Wort, aber es beschreibt Dracos Handeln ziemlich treffend.) auf einfühlsamen Liebhaber oder von charakterstarker Emanze auf Ja-und-Amen-Liebchen. Ihr Handeln ist nicht nachvollziehbar und viel zu sprunghaft. Held und Heldin passen nicht zusammen und sind äußerst unsympathisch.

Besonders Dracos arrogante Egotour, die er hinter dem Schild der Nächstenliebe fährt, wird in der zweiten Hälfte des Buches fast unerträglich. Blair zu erpressen und jeden Schritt von ihr zu überwachen, lassen ihn wie einen Besessenen wirken. Und Blair, die sich störrisch zu Wehr setzen und für ihre Ideale kämpfen sollte, vergeht in Sehnsucht nach seinen Berührungen und findet bald heraus, dass sie bisher nur die Träume ihres Vaters lebte. Natürlich will sie auf ewig mit Draco und ihrem Kind zusammen sein und natürlich ist Blair ihr Lebenswerk im Gegensatz dazu gar nicht mehr wichtig.

Das Happy End scheint künstlich und arrangiert. An diesem Eindruck kann auch Dracos Einsicht seiner Fehler nichts mehr ändern. Yvonne Lindsay schrieb eine Geschichte, die so nie passieren würde; eine Geschichte mit einem erzwungenen "Friede-Freude-Eierkuchen-Ende" ohne Glaubwürdigkeit; eine Geschichte mit viel zu flachen und wankelmütigen Figuren; eine Geschichte, die des Gelesenwerdens nicht unbedingt wert ist. Einzig versöhnlich stimmt Lindsays schöne Art des Erzählens …

Fazit: Yvonne Lindsays Miniserie "Diamanten für die Braut" ist sehr zu empfehlen - mit Ausnahme des Titels "Dieses unwiderstehliche Verlangen"!

Ankes Bewertung 01 Sterne.png

Den 1. Teil der Mini-Serie "Diamanten für die Braut" von Yvonne Lindsay hatte ich bereits mit vollen Zügen genossen und so erwartete ich das Beste von diesem 2. Teil der Serie.

Die Geschichte begann vielversprechend, auch wenn sie keinen herausstechenden oder neuen Inhalt bot:
Sie ist Neuseeländerin, Köchin und Inhaberin eines Restaurants, arbeitet engagiert und tut alles um aus ihrem Restaurant ein sterneprämierten Genusstempel zu machen
Er ist Italiener, alter reicher Adel, führt die Geschäfte seiner Familie und Jetsettet dazwischen ein bisschen.
Beiden verbindet ein Urlaubsflirt, heiße Leidenschaft und himmlische Tage in der Toskana. Zurück in Neuseeland und kaum wieder richtig bei der Arbeit - spürt er sie auf mit der Absicht sie erneut zu erobern.
Soweit so gut! Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Geschichte recht interessant entwickelt, so dass ich gespannt auf den Rest blickte.

Dann aber mutiert der Held zu einem widerlichen "Macho" und drängt sie förmlich dazu das Restaurant sausen zu lassen und sich stattdessen mit ihm zu vergnügen. Als sie dann auch noch schwanger wird, geht es vollends mit ihm durch und er sagt ihr bald noch wann sie auf Toilette darf und wann nicht! Und die gerade noch engagierte und erfolgreiche Köchin und selbstständig denkende Frau mit Rückgrat verwandelt sich in einen geistlosen Wackelpudding und sinkt mit einem "leidenschaftlichen Zittern in seine Arme".
Ja, er geht sogar so weit, dass er ihr Restaurant zerstört und ihren Vater, den sie aus dem wohlverdienten Ruhestand gezerrt hat, mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus befördert. Und was macht sie ....klar: Sie sinkt mit einem "leidenschaftlichen Zittern in seine Arme".

Dass er dann irgendwann völlig überraschend zugibt sich wie ein "Feudalherr" benommen zu haben, rettet dann allerdings weder die Geschichte, noch macht es ihn oder sie auch nur ein kleines Stück sympathischer.
Und keine Frage wie die Geschichte zu Ende geht: Sie sinkt mit einem "leidenschaftlichen Zittern in seine Arme". ;-)