Rezensionen

Wildfees Bewertung 03 05 Sterne.png

Genau wie der erste Teil der Chroniken der Jägerin Reihe ist auch dieser Band nicht gerade die leichteste Urban Fantasy Kost.
Man muss den Stil Lius einfach mögen, er ist poetisch, verstörend, kryptisch, blutig und düster. Man wird als Leser öfter im Unklaren gelassen, als mir persönlich lieb ist.
Maxine ist nach wie vor ein recht eigenwilliger Charakter. Trotz der Ich-Form des Buches kommt sie mir nicht richtig nahe, mir fehlt da einiges an Emotionalität, auch wenn sie ab und an mal aus sich herauskommt. Über die Gesamtheit des Buches gesehen ist das aber zu wenig, um bei mir angemessen punkten zu können.

Schwierigkeiten hatte ich auch, mich in die Mythologie und das Weltenkonstrukt der Reihe einzufinden. Die Begriffe und Vorstellungen wirken sehr abstrakt und fremdartig auf mich und dadurch auch zum Teil nur schwer verständlich.

Das klingt jetzt alles viel negativer als es wirklich ist, denn trotz meiner Vorbehalte hat die Reihe einen fast morbiden Reiz, hat richtig gute Spannungsbögen und auch der nicht ganz einfache Stil lässt die Serie aus der Fülle der relativ einfach und locker geschriebenen Neuerscheinungen herausragen.

Kurz gefasst: Wer düstere Fantasy mit Dämonen, Blut und Ausgeburten der Hölle mag, ungewöhnlichen Weltkonstrukten und einem ungewöhnlichen und fordernden Stil nicht abgeneigt ist, sollte hier zugreifen!!