Rezensionen

Nicoles Bewertung 05 Sterne.png

Nachdem ich bereits von Sandra Lüpkes erstem Gemeinschaftsprojekt mit dem Illustrator Ole West „Inselweihnachten“ so begeistert war, da die Geschichte mich trotz weniger Seitenzahlen so gefangen nehmen konnte, war ich nun nur allzu neugierig darauf zu erfahren, ob sich auch die Geschichte in „Nordseesommer“ abermals so interessant und tiefschürfend entwickeln würde. Trotz des heiteren Umgangstons den beide Kleinfamilien, sowohl Frauke und ihr Sohn Keno und Henning nebst Tochter Clara miteinander pflegen und der Urlaubsstimmung, die nicht nur allein durch das Inselsetting vorherrscht, schleichen sich alsbald auch ernstere Untertöne ein, denn die Vier haben allesamt kleinere oder größere Probleme die sie mit sich herumtragen und vor allem steht die Einsamkeit; bei den Kindern der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit.

Sandra Lüpkes löst die Probleme der agierenden Personen natürlich nicht auf einen Schlag; das hätte wahrscheinlich auch zu unrealistisch angemutet, doch sie stellt am Ende Hoffnung auf Veränderung in dem Raum und das macht dieses kleine Büchlein jenseits aller Kitschgrenzen erneut so wunderbar einzigartig.
Auch die Illustrationen von Ole West und die Covergestaltung an sich, sind sehr stimmungsvoll und machen das Buch zu einem schönen Blickfang. Sicherlich hätte ich mir gegen Ende des Buches ein paar Seitenzahlen mehr gewünscht, doch selbst wenn die Geschichte um Frauke, Henning , Keno und Clara umfangreicher gewesen wäre, hätte sie im Kern der Aussage doch nichts verändert oder verbessern können.

Kurz gefasst: In der Kürze liegt manchmal auch die Würze: Das ideale Urlaubsbuch, das man am Strand oder auf Balkonien genießen kann, wenn man Lust auf eine nette Familiengeschichte hat; die auch mal ernstere Untertöne anschlägt.