Rezensionen

Ankes Bewertung 02 Sterne.png

Im Grunde klingt die Romanidee, über eine 'Bruderschaft des Schwertes', recht interessant und vielversprechend. Aber leider, und ich kann es einfach nicht anders ausdrücken, ist diese Geschichte einfach nur albern. Zudem haben mich innerhalb kürzester Zeit, die in jedem Satz gepriesenen, unglaublich tollen Muskeln und das gute Aussehen des Helden nur noch genervt. Auch die von der Übersetzung gewählten Ausdrücke, wie 'automatisch' und 'elektrisierend' in wörtlicher Rede, waren keine Hilfe und haben nur dazu geführt, dass ich das Buch frühzeitig aus der Hand gelegt habe.

Nicoles Bewertung 01 Sterne.png

Wie der Klappentext schon erwähnt, zählt Lady Rowena zu den wenigen Frauen ihrer Zeit, die alle Ritter und Kämpfer hasst. Das liegt begründet in ihrer Vergangenheit, da ihr Vater ebenfalls Ritter war und leider früh den Tod fand. Lieber wäre ihr ein Minnesänger, doch eigentlich möchte Rowena gar nicht heiraten. Doch da sie Erbin eines mächtigen Landstriches ist, befiehlt der König, dass Rowena den Sieger bei einem Turnier ehelichen soll. Doch die Königin hat noch eine vermeintliche Lösung zu Rowenas Rettung parat. Sollte Lord Stryder bei einem Gesangswettbewerb gewinnen (nachdem ihn Rowena unterrichtet hat), darf sie weiterhin in Freiheit leben und muss nicht heiraten. Rowena ist entsetzt und ihre Hoffnungen scheinen dahin zu sein; traut sie einem Mann wie Lord Stryder doch wohl kaum eine wohlklingende Note zu. Doch wider Erwarten erklärt sich Lord Stryder bereit, bei ihrem Wettbewerb mitzumachen- trotz schmerzlicher Erinnerungen, die gerade das Lautenspiel in ihm hervorruft. Während des Unterrichts verliebt sich Rowena trotz aller Vorbehalte dann doch in den Ritter; ist er doch ganz anders, als zunächst vermutet. Doch kann ihre Liebe überhaupt eine Zukunft haben? Schließlich kämpft der ehemalige Kreuzritter immer noch mit seinen alten Dämonen, die ihm seit seiner Gefangenschaft schwer zu schaffen machen. Außerdem werden Kreuzritter von damals umgebracht und der Mörder scheint es auch auf Lord Stryder abgesehen zu haben. Nur, ist der Täter ein Sarazene oder vielleicht doch ein Engländer? Und zu guter Letzt wollen sich weder Rowena noch Lord Stryder die Fußfesseln der Ehe anlegen lassen. Wie mag diese Geschichte wohl enden?

Ich muss gestehen, großartiges Interesse, es zu erfahren hatte ich spätestens nach 100 Seiten nicht mehr.

Die Geschichte ist so unglaubwürdig verpackt; ein Ritter, der bei einem Gesangswettbewerb mitmachen soll und eine Frau, die alle Ritter verachtet, aber dann doch schnell in Leidenschaft verfällt, kaum dass sie den Helden gesehen hat. Ich hatte leider eher das Gefühl, dieser Roman wäre für jüngere Jahrgänge geschrieben. Der Roman ist ziemlich kindisch und kitschig geschrieben. Was meine Schmerzgrenze jedoch bei weitem überschritten hat, waren die Freundinnen von Rowena, die leider schnatternd und nervend fast das ganze Buch über, meinen mäßigen Lesefluss begleitet und gelähmt haben. Außerdem bin ich beim Lesen über einige Begriffe wie zum Beispiel "Killer" gestolpert, die in einen historischen Roman wohl kaum passen können. Gut, letzteres liegt wohl eher an der Übersetzerin, als an der Autorin. Trotzdem, dies ist kein Roman, den ich jemanden empfehlen kann. Er ist so schlecht, dass man sich wirklich fragen muss, wie solche Bücher überhaupt veröffentlicht werden konnten! Die Heldin ist zwar diesmal nicht so naiv wie die Hauptprotagonistin des letzten MacGregor Buches, doch sympathisch war sie mir ebenfalls nicht. Auch die Nebenfiguren wirkten auf mich nicht wie erwachsene Männer, die den grausamen Kreuzzug überlebt haben, sondern eher wie unreife Kinder. Lediglich der Held war überzeugend dargestellt, doch was er an der Heldin fand, ist mir unerklärlich geblieben.

Kurz gefasst: Es mag auch gute, humorvolle historische Liebesromane geben, doch dieses Buch gehört leider nicht dazu.