Rezensionen

Elenas Bewertung 04 Sterne.png

Um sich für den Tod des Vaters zu rächen, locken die Geschwister Rodney und Celina den mächtigen Clanführer Conn in einen Hinterhalt. Conn verliert bei dem Gemetzel seine Recken, kann aber auch beide Gegner überwältigen – der Eine schafft tödlich verwundet die Flucht, der Zweite bleibt verletzt zurück. Bei dem jungen Burschen am Boden handelt es sich allerdings zu Conns Entsetzen um ein bildschönes junges Mädchen. Er nimmt die kleine Kriegerin bei sich auf, pflegt sie gesund und verheimlicht vor seinem Clan wer sie ist, um sie so zu beschützen. Aus den Feinden werden im Laufe der Zeit Vertraute und beide entwickeln entgegen ihrer Prinzipien Gefühle füreinander. Dann taucht der tot geglaubte Rodney wieder auf und ein tragisches Ereignis geschieht. Celina bricht den Treueschwur gegenüber Con und muss nun dessen Rache fürchten…

Eine sehr spannende und emotionale Geschichte. Nicht so humorvoll wie ich die Bücher von Teresa Medeiros gewohnt bin, eher tragisch und schmerzvoll.

Da die Geschichte eine irische Legende zur Vorlage hat, darf man nicht zu viel Realismus erwarten. Die Logik muss man also als Leser eher in die Ecke stellen und einfach akzeptieren, dass der Stoff der Legenden etwas anders funktioniert, doch dann kann man das Buch wirklich genießen.

Der Roman ist nicht ganz so „harmlos“, sondern stellenweise schon recht rau. Auch in Sachen Erotik spiegelt sich dies wieder, da diese vor allem am Schluss auch als Mittel zur Rache missbraucht wird.
Beide Charaktere sind Krieger und schenken sich nicht viel, genau das macht ihre Beziehung aber auch wirklich interessant- vor allem eine Kampfszene, wo sich zwei gleichwertige Partner/Gegner gegenüberstehen war klasse!

Auch die Nebencharaktere sind wahnsinnig interessant. Vor allem die zu Tränen rührende und tragische Liebe von Nimbus zu Celina war ein kleines Bonbon als Nebengeschichte und ich musste richtig schlucken als sich die Ereignisse dann zugespitzt haben.

Zwischendrin verliert der Roman etwas an Tempo, zumindest empfindet man es so. Dann aber gegen Ende legt der Erzählfluss wieder richtig zu und klingt meiner Meinung nach vielleicht sogar etwas zu schnell aus, aber mit einem zum Roman passenden Finale - überzogen und dramatisch!

Obwohl ich Sex als Rachemittel nicht wirklich schätze und eigentlich ein Fan des humorvollen Stils von Medeiros bin, habe ich dieses Buch sehr genossen und hatte ein wohliges Gefühl im Magen als ich es beendet hatte.

Dramatisch, stellenweise übertrieben, nicht unbedingt immer logisch aber spannend, ergreifend und wunderbar romantisch!