Rezensionen

Elenas Bewertung 04 Sterne.png

Mit einer Waffe in der Hand stürmt Esmeralda den Saloon von Calamity- Ihr Ziel: Den vermeidlichen Mörder ihres Bruders zur Rechenschaft ziehen. Hierbei handelt es sich um den berüchtigten Revolverhelden Billy Darling. Sie tötet ihn natürlich nicht, sondern bringt ihn dazu mit ihr ihren noch recht lebendigen Bruder zu suchen. Sie finden diesen, während er eine Bank ausrauben will und bei einem Schusswechsel wird Billy verletzt. Während Esme ihn gesund pflegt bemerkt sie welche tiefen Gefühle entstanden sind und Billy geht es nicht anders. Da es sich bei Esme allerdings nicht um eine ganz normales Mädel handelt, sondern um die Enkelin des Duke of Wyndham, beschließt Billy sie aufzugeben und in ihre wohlbehütete Welt zurück zu schicken. Esme kehrt also mit ihrem Großvater, der ihr nachgereist ist, zurück und versucht über ihren Schmerz hinwegzukommen und die schmerzlichen Worte (mit denen Billy sie letztendlich losgeworden ist) zu vergessen.

Als sie in London dann eine Wild West Show besucht traut sie ihren Augen kaum - Ihr erster Gedanke ist Flucht, denn Hauptakteur auf der Bühne vor ihr ist niemand anders als Billy Darling.....

Dieses Buch lässt sich in einem Rutsch durchlesen, was ich in größtenteils dem sehr guten Schreibstil der Autorin zuweise. Er ist einfach nur wunderbar flüssig, detailliert aber nicht überladen.

Ihre Charaktere: Der Held ist, natürlich ein harter Cowboy mit weichem Kern und die Heldin ein wohlerzogenes Mädel aus gutem Hause, das im rauen Westen einen Mörder sucht. Mit der Heldin hatte ich anfangs einige kleine Probleme, da mich diese allzu naiven Weibchen doch ab und an mal etwas stören aber bis zum Ende hin haben wir uns doch angefreundet, da sie da auch gar nicht mehr so weibchenhaft war. Er war genau so, wie ich mir meine Cowboys wünsche, allerdings wäre ein bisschen weniger „tortured“ auch ok. gewesen, da sonst irgendwann doch ein kleiner Nervfaktor entsteht (egal wie anschmachtenswert der Held ansonsten ist). Für all das wird man allerdings mit dem Finale, nämlich einer genialen Rückeroberungsaktion, wirklich gut entschädigt.

Wenn zwei so gegensätzliche Charaktere sich auf eine gemeinsame Mission begeben, sind witzige Wortgefechte eigentlich schon Programm. Ich bin ein Fan von Lektüre mit einer guten Prise Humor, die alle Bücher der Medeiros, welche ich bis Dato lesen durfte, begleitet - auch hier habe ich stellenweise laut gelacht bei so einigen Aktionen von Esme. Auch einen berüchtigten Revolverhelden mit dem Nachnamen "Darling" zu betiteln lässt die Augen teilweise feucht werden.

Kurz gefasst: Ein empfehlenswerter, romantischer Liro für alle Wild West Fans.

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Da zwar der Klappentext des Cora Verlages zu wünschen übrig lässt, der Klappentext der Neuauflage von Amber House den Inhalt jedoch sehr gut weitergibt und auch Elena bereits alles wichtig erwähnt hat, werde ich euch an dieser Stelle eine weitere Inhaltsangabe ersparen.

Teresa Medeiros "Oh, my Darling" steht schon sehr lange auf meinem Wunschzettel. Bisher und es sind bestimmt bald 15 Jahre, hatte ich jedoch nie die Gelegenheit das Buch zu lesen. Als ich nun jedoch über die Neuauflage gestolpert, war es endlich soweit.

Mit "alten" Liebesromanen ist es nach meiner Erfahrung immer so eine Sache; sie können wirklich fürchterlich altmodisch sein, mit Stereotypen vollgepackt, die ich schon vor 20 Jahren nicht möchte und heute schon gar nicht mehr lesen will.

Teresa Medeiros "Oh, my Darling" gehört jedoch zu den Büchern, die so zeitlos, so klassisch sind, dass man sie bestimmt auch noch in 10 oder 20 Jahren für sich entdecken kann, ohne sich an ihrem Alter zu stören.

Denn dieser Roman besticht durch eine geradlinige Story, die durch keine Missverständnisse in die Länge gezogen wird und mit sperrig-interessanten Figuren aufwartet. Er bietet eine Heldin mit Courage und einem gequälten Helden, der jedoch das Beste daraus macht.

Beide haben die Liebe für sich abgeharkt und als sie ihnen nun begegnet müssen sie erst mal kennenlernen. Weswegen die Liebesgeschichte auch zart genug ist, um zwar mit ihrer Romantik zu bezaubern, aber nicht durch ihren dezenten Einsatz von erotischen Szenen aus der Reihe zu fallen (wir Leser, "moderner" Liebesromane, sind eben nun mal etwas mehr gewohnt).

Was mir besonders gut gefallen hat, war der frische und muntere Erzählstil, der auf leichte Weise Humor in die Geschichte bringt und sich dabei selber nicht immer so ernst nimmt.
Das ist einfach fantastisch und zeigt das unglaubliche Talent und großartige Können der Autorin.

Kurz gefasst: "Oh, my Darling" ist ein zeitloser Liebesroman-Klassiker, den man einfach gelesen haben MUSS! Eine bezaubernde und romantische Mischung aus "Calamity Jane", "Lucky Luke" und der "Dalton-Bande".