Rezensionen

Names Bewertung 04 05 Sterne.png

Nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter, einer Schauspielerin machen sich die verarmten Geschwister Pamela und Sophie Darby auf den Weg nach Schottland, denn Pamela hat einen gerissenen Plan ausgeheckt um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können.
Ihre Mutter hinterließ die schriftliche Korrespondenz mit einer adeligen Freundin, die einst zusammen mit ihrem neugeborenen Sohn aus London und fort von ihrem untreuen Ehemann floh.

Nun verhält es sich so, dass der mittlerweile betagte und kranke Ehemann verzweifelt nach seinem Erben sucht und eine großzügige Belohnung für denjenigen ausgesetzt hat, der ihm seinen Erben bringen kann.

Pamela, nicht auf den Kopf gefallen, vermutet sogleich einen Zusammenhang zwischen der verzweifelten Suche des Adligen und dem Tod ihrer Mutter. Die letzte Spur des Erben verflüchtigt sich in Schottland, daher setzt Pamela genau dort an und überredet gleich den ersten Straßenräuber, der sich ihrem Gespann in den Weg stellt, sich als dieser lang vermisste Erbe auszugeben. Connor Kincaid will zunächst nicht glauben, was für ein unerschrockenes und freches Frauenzimmer vor ihm steht und ihm ihren "Plan" vordiktieren will.

Aber Connors Leben als Straßenräuber ist überaus gefährdet und da Pamela in ihm eine Seite zum Klingen bringt, wie es schon seit langer Zeit keine Frau mehr vermochte, stimmt er schließlich zu, sich an diesem Komplott zu beteiligen. So reisen Connor, Pamela und Sophie nach England zum Sitz des alten Dukes.

Was weder Connor noch Pamela erwarten, ist, dass dieser Connor sogleich als verlorenen Sohn akzeptiert und der Duke sich zwar als knorriger aber sympathischer Mann entpuppt was beide in einen Gewissenskonflikt bringt. Doch Connor hat Pamela versprochen ihr bei der Suche nach dem Mörder ihrer Mutter zu helfen, so müssen sie diese Maskerade fortführen. Und währenddessen kommen sich beide langsam näher...

Nach "Gefangene der Leidenschaft", in dem die Autorin die Geschichte von Connors jüngerer Schwester Catriona Kincaid und Sir Simon Westcott erzählt, folgt nun die von mir lang ersehnte Fortsetzung über die Kincaids.

Genau wie auch der Vorgängerband ist sie eine beschwingte, leichte und romantische Liebesgeschichte im Stile einer Kathryn Caskie oder Julia London geworden.

Besonders gut gefallen haben mir jedoch die wunderbaren, sehr amüsanten Dialoge von Pamela und Connor, wobei sich beide zunächst nichts schenken und sich dabei ebenbürtig sind. Allerdings geschieht dieser verbale Austausch der Geschlechter auf eine sehr warmherzige und spritzige Art und Weise.

Sowohl Pamela als auch Connor sind liebeswürdige, abenteuerlustige Hauptakteure die ihr Herz trotz der kleinen "Schurkerei" auf dem rechten Fleck haben und mit denen man sich sehr schnell identifizieren kann.

Um diese beiden wob Teresa Medeiros eine gefühlvolle Geschichte, gespickt mit recht erfinderischen Ideen, die den Leser zum Schmunzeln bringen. Ab und an wie gewohnt bei Romanen der Autorin, schlägt diese schriftstellerisch gesehen auch ein wenig über ihre Stränge, so dass manche Romansequenzen diese Übermütigkeit nicht nur wiederspiegeln, sondern mir leider auch ein wenig "too much" waren.
Man muss diesen Schreibstil mögen, keine Frage- wenn es jedoch so sein sollte, wird man mit einem humorvollen Liebesroman, einer schlagfertigen Heldin und mit einem wunderbaren Liebesromanhelden belohnt! Wer kann schon einem Straßenräuber widerstehen? ;-)