Rezensionen

Ankes Bewertung 03 Sterne.png

Eine Jagd nach einem außerirdischen Betrüger, eine unerwünschte, übervolle und stressige Wohngemeinschaft mit Familienanbindung, arabische Clans, die es auf Troja abgesehen haben, anziehende Unterweltbosse, charmante Oligarchen und Gefühlschaos – sind selbst für Troja, frisch gebackene Troubleshooterin und einem abenteuerlichen Leben nicht abgeneigt, einen Ticken zu viel.

Wie schon der 1. Teil der „Kissed by Trouble: Troubleshooter“-Serie der Autorin Clannon Miller, so war auch „Der King of Kings“ für mich eine Wiederholung des Hörbuches. Bis mir das gedämmert ist, hat es jedoch eine Weile gedauert, denn ich konnte mich über lange Strecken nicht mehr an die Geschichte erinnern.

Tatsächlich habe ich mich mit diesem 2. Teil deutlich schwerer getan, obwohl die Autorin die bewährten Zutaten ins Spiel bringt und mich damit durchaus erneut zu begeistern wusste. Trotzdem fand ich das Hörbuch zum Teil recht anstrengend zu hören; was vermutlich auch der Grund ist, dass mir der Inhalt nach dem ersten Hören entfallen ist.

Mir fällt es schwer, mit Hauptprotagonisten_innen umzugehen, die nicht wissen, was sie wollen, mal hierhin und mal dorthin tendieren und immerzu Gründe anstelle Wege finden. Sicher, bis zu einem gewissen Grad konnte ich Trojas Zögern und Unsicherheit nachvollziehen. Doch ihre Selbstgerechtigkeit und ihre Bereitschaft, vor allem bei Maxim, stets das Schlimmste anzunehmen, andererseits jedoch auch nicht von ihm lassen zu können und für sich selber Wahrheiten und Gesetzte zu dehnen, hat das Fass für mich dann zum Überlaufen gebracht und mich immer wieder genervt die Augen rollen lassen.

Mir war das bereits im 1. Teil aufgefallen, dort habe ich es jedoch noch nicht als so ausgeprägt empfunden, dass es mich gestört hätte. Vielleicht auch, weil die Autorin richtig gut darin ist, die Situation, und damit auch meine Hör-Laune, immer wieder relativ zeitnah zu klären. Trotzdem, die ständigen Wiederholungen des immer selben Ablaufs und Dynamik fand ich einfach anstrengend. Die Folge war, dass ich immer wieder (Erholungs-)Pausen beim Hören einlegen musste.

Deutlich unsäglicher hingegen fand ich Dreiecksgeschichte, die eigentlich keine Dreiecksgeschichte ist; weil die Fronten ja eigentlich geklärt sind und die stete Betonung von Andrejs (angeblichen) Charme (an dem ich nichts Anziehendes finden konnte) eher zu dessen Un-Sympathie beträgt. Ja okay, ich geb’s zu, wenn ich etwas nicht mag, in Liebesromanen, dann sind das solche Konstellationen. Im Übrigen, irgendwann hatte dann auch ich kapiert, dass Maxim ein außerordentliches Exemplar seiner Gattung ist. Es hätte nicht in jeder einzelnen Szene eine Wiederholung gebraucht.

Kurzgefasst: trotz bester Zutaten, einem flotten Erzählstil und witziger Ideen, hat sich das Hörbuch für mich gezogen und mir die Protagonisten nicht gerade sympathischer gemacht.