Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Cassie Mints Romane sind, bis auf wenige Ausnahmen, alles Kurzromane, die unter einem Thema als Serie untergeordnet gestellt sind. Sie umfassen ca. 100 Seiten und können bequem in etwas über einer Stunde gelesen werden; die perfekte Länge für ein Betthupferl vor dem Schlafen gehen oder eine Kaffeepausen-Unterhaltung, finde ich. Grundsätzlich sind alle Titel so konzipiert, dass man sie als stand alone lesen kann. Wegen der Kürze der Geschichten, ist es verständlich, dass die Autorin meist auf „Liebe auf den ersten Blick“ zurückgreift. Trotzdem gelingt es ihr auf wenigen Seiten eine Entwicklung der Charaktere aufzuzeigen und ihre verliebten Figuren nachvollziehbar in ein Happily Ever After zu führen.

Die „Sweet Little Sinners“-Serie gibt es bisher nicht als Sammelband, wegen der Kürze der Romane habe ich mich trotzdem dafür entschieden, die Titel der Serie in einer Rezension zusammenzufassen und die Durchschnittsbewertung angegeben.

Die Protagonistinnen dieser Serie sind miteinander befreundet und helfen sich gegenseitig, sodass man auf sie auch außerhalb der eigenen Geschichte trifft. Ich habe die Bewertung der Titel in der Reihenfolge des Auftretens der Protagonistinnen sortiert.

Thief (Tabitha und Spencer Arnoult)

3 Punkte

Ziel von Tabithas aktuellen Raubzuges ist der Tech-Milliardär Spencer Arnoult, der jüngst einen Smaragd erstanden hat und nicht widerstehen konnte, ihn bei sich zu Hause aufzubewahren. Für Tabitha ein leichtes Spiel, wäre der Hausherr tatsächlich außer Haus gewesen.

„Thief“ war der Teil der Serie, der mir am wenigsten zugesagt hat. Das lag vor allem an den seltsamen Spielen, die das Pärchen miteinander treibt. Die Begründung seitens Spencer war, dass er Tabithas etwas besonders bieten muss, damit sie bei ihm bleibt. Für mich hat bei ihm die Mischung aus scheuem Nerd, der den dominanten Alpha herauskehrt nicht besonders gut funktioniert.

Hacker (Francine „Frankie“ und Luca Bianchi)

4,5 Punkt

Als die Hackerin Frankie entdeckt, dass Luca Bianchis Cousin den Auftrag erteilt hat, Luca zu töten, ist sie sich nicht sicher, was sie machen soll? Luca warnen und sich so seinen Zorn über ihr Eindringen in seine Technik zuziehen, oder ihn sterben lassen. Doch letzteres wäre zu schade, weil Luca einfach die besten privaten Kochshows bietet, die sie je das Vergnügen hatte zu verfolgen.

Frankies und Lucas Geschichte hat mir am besten gefallen. Für mich hat in dieser Novelle einfach alles gestimmt: die Idee, die Figuren und das Timing. Für diese Geschichte hätte ich mir sogar einen Roman, über die volle Länge vorstellen können.

Honey Trap (June und Marcus Miller)

4 Punkte

June verfügt über das Talent, Menschen dazu bringen, ihr die dunkelsten Geheimnisse anzuvertrauen. Eine fantastische Eigenschaft, wenn man die Informationen zur Ware macht. Auch der Ex-Navy und Privatdetektiv Marcus Miller ist auf Informationen aus und ebenfalls gut in seinem Job, wenn er auch kein so anziehendes Äußere hat wie June. Doch anderes als June sieht er nicht so, dass sie auf sich selber aufpassen kann und wann immer sie aufeinandertreffen, hat er ein wachsendes Auge auf June. Schade, dass er bei ihr nie weiß, ob sie gerade ihren Job macht, oder ob sie tatsächlich meint, was sie sagt.

„Honey Trap“ hat mir so gut gefallen, weil hier das mit dem Missverständnis tatsächlich so gut funktioniert und Marcus nachvollziehbar unsicher ist, was June betrifft. Eine nachvollziehbare und süße Liebesgeschichte.

Blade (Anietta und Flynn O’Malley)

4 Punkte

Der Betrüger Flynn O’Malley war nicht das Ziel, auf das es Anietta abgesehen hat. Derweil sie noch überlegt, ob sie auch ihn beseitigen sollte, bittet Flynn sie, mit ihrem Auftrag noch etwas zu warten, bis sein Betrug abgeschlossen ist. Am Ende entscheidet sich Anietta den Auftrag gänzlich sausen zu lassen und lieber ein wenig Flynn zu stalken, der mit seiner offenen Balkontür immer eine Einladung für sie bereithält.

Auch von diesem Teil hätte ich mir einen Roman in voller Länge gewünscht. Anietta und Flynn sind wirklich spannende Charaktere und hätten definitiv Potenzial dazu gehabt. Besonders amüsant war dabei auch Aniettas Kommunikation, die sich oft auf Emoji-Nachrichten beschränkt.

Kurzgefasst: eine sehr unterhaltsame Romantic Suspense Novellen-Serie, abwechslungsreich und sehr gekonnt erzählt.