Rezensionen

Nicoles Bewertung 03 05 Sterne.png

Der angegebene Klappentext stimmt leider nicht ganz, vielmehr ist es so, dass der junge Archäologe Jason Lovett von einem Indianer erfährt, dass es einst Tempelritter nach Rhode Island verschlagen hatte und sich dort, auch angeblich heute noch, der bis dato verschollene Schatz der Tempelritter befindet. Er braucht jedoch, um diverse Botschaften zu entschlüsseln, die Hilfe und den Beistand eines anderen Archäologen, der sich die Historie der Tempelritter zur Lebensaufgabe gemacht hat und gerät so an Caedmon Aisquith, einst Archäologe und ehemaliger Agent, mittlerweile gefragter Buchautor und dessen Geliebte, die Fotografin Edie. Doch bevor Jason den beiden alles Wissenswerte anvertrauen kann, wird er vor deren Augen von einem Killer ermordet.

Edie und Caedmon bleiben jedoch trotzdem am Ball, denn Jason war kurz vor seinem Tod noch so weise, Informationen über den Templerschatz in seinen persönlichen Unterlagen, die sich in seinem Haus befinden, zu verstecken.
Je tiefer sie sich beide jedoch in die Suche nach dem Schatz verstricken, um so klarer wird ihnen irgendwann auch, dass es nicht der Schatz der Templer ist, den sie aufspüren wollen, vielmehr ist es eine mysteriöse Smaragdtafel, die das Geheimnis der Schöpfung zu offenbaren vermag.

Derweil ahnen sie jedoch nicht, dass Jasons Killer ihnen immer noch dicht auf den Fersen ist…

Werden sie die Smaragdtafel finden; oder sollte doch am Ende die Gegenseite erfolgreicher sein und womöglich sogar die komplette Menschheit ins Unglück stürzen?

Die Autorin lässt ihre beiden Hauptfiguren Edie und Caedmon nun zum zweiten Mal auf die Jagd nach verschwundenen Artefakten gehen und nachdem sie sich in „Die Saat des Feuers“ bereits näher kamen, sind sie im zweiten Teil der Reihe immer noch ein Paar- auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Während Caedmon den privilegierten, gebildeten und geheimnisvollen männlichen Helden verkörpert, ist Edie dagegen eher gerade heraus und legt keinen großen Wert darauf, sich gewählt auszudrücken. Zum einen ist diese Mischung erfrischend- zum anderen hatte ich aber auch meine Probleme damit, Edies gewöhnungsbedürftige, einfache; immer mit viel gewollter Coolness versehenen Ausdrucksweise in Einklang mit ihrer akademischen Ausbildung zu bringen.

An sich ist die Suche nach der verschollenen Smaragdtafel aber sehr spannend konzipiert worden und durch den sehr bildhaften Schreibstil der Autorin, bekommt man das Gefühl, als verfolge man einen gut gemachten, wenn leider auch stellenweise unlogischen, unrealistischen Actionfilm serviert. Wer sich einfach gut unterhalten lassen möchte, wird sicherlich mit Spannung und Interesse „am Ball“ bleiben, doch mir persönlich wurde es irgendwann ein wenig zu haarsträubend, aus welchen Situationen sich Edie und Caedmon immer wieder herausmanövrierten und den angeblich so zielsicheren Killer kann man leider auch irgendwann nicht mehr ernst nehmen, da er zu oft versagte.

Den historischen Hintergrund, der um die Smaragdtafel gewoben wurde, fand ich dagegen sehr interessant und einfallsreich und auch wenn ich dann und wann meine Probleme damit hatte, Caedmons und Edies wissenschaftlichen Erläuterungen zu folgen, war die Story als solches durchaus lesenswert geschrieben. Als reiner Unterhaltungsroman ist „Pforte des Bösen“ zu empfehlen- man sollte jedoch keinen Dan Brown Roman dahinter vermuten.