Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Zunächst einmal ein gut gemeinter Rat: Wenn man auf seinen Nachwuchs wartet, jener trotz vorgerückten Stunde noch durch Abwesenheit glänzt - sollte man derweil tunlichst die Finger von Leslie Parrishs "Im Netz des Todes" lassen.

Denn kaum hatte ich (in besagter Situation) die ersten Seiten des Buches gelesen, das gleich mit einem Doppelmord an zwei 17-jährigen Jungen beginnt, die einem Internetbetrüger auf den Leim gegangen sind - war es um meine Ruhe geschehen.
Doch aufhören zu lesen und das Buch wegzulegen, kam auch nicht infrage!

Höchst fesselnd und zum Fürchten realistisch beschrieben; konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Mehr als einmal - nämlich immer dann, wenn ich die spannungsgeladene Frage "Wer ist der Mörder?" kaum noch ertragen konnte - war ich versucht das Ende vorneweg zu nehmen, um endlich wieder entspannt durchatmen zu können.

Wie auch schon im Vorgängerteil "Was kostet der Tod?" ist die Liebesgeschichte ein wichtiger, aber ausgewogen anteiliger Bestandteil des Buches. Leslie Parrish schafft das Kunststück keine der Elemente, wie Thriller, Romanze oder Charaktere, zu vernachlässigen. Die Autorin schlägt sogar einen Bogen zum Kriminalfall aus "Was kostet der Tod?" und führt die dort, neben dem Hauptfall, begonnen Ermittlungen in "Im Netz des Todes" weiter.

Fesselnd und Nägel kauend-spannend. Ein heißer Tipp für Romantic Suspense-Leser, die neben einer gefühlvollen Liebesgeschichte nicht auf eine ordentliche Portion "Thrill" verzichten wollen.