Rezensionen

Simones Bewertung 05 Sterne.png

Die Schöpfungsgeschichte einmal ganz anders und humoristisch gesehen. Die verschiedenen Perspektiven von Gott, Eva und Adam sind sehr unterhaltsam zu lesen.

Am Anfang, als Gott viel kommentiert, hatte ich aber ein Problem, in den Roman hineinzufinden, der Witz ist ein wenig anders als bei den vorherigen Romanen der Autorin und man muss sich erst an die gewollt naive Sichtweise der ersten Menschen gewöhnen. Nach ca. 50 Seiten hat mich das Buch dann aber richtig gepackt.

Der Humor ist manchmal mehrdeutig und hintersinnig, so z.B. beim Titel, der gleich auf den Apfel im Paradies anspielt, man könnte es aber auch so sehen, dass Eva im übertragenen Sinn auf das Angebot der Schlange „angebissen“ hat oder schließlich Adam bei Eva *zwinker*.

Manchmal ist der Humor sehr deutlich und ein wenig derb, z.B. als Adam Eva den Spitznamen „Ritzi“ verpasst, er bewegt sich manchmal auch an der Grenze zum Ordinären, hält aber noch gut die Balance. Und ist und bleibt eindeutig lustig, wenn man sich darauf einlässt.

Die Figuren sind bewusst übersteigert und konträr gezeichnet. Adam ist ein typischer Rüpel, Eva eher ein Feingeist, sie hat lange Zeit mehr ein Auge auf einen Engel als auf „den großen Rumrotz“ (Selbstbezeichnung von Adam) geworfen. Die extreme und klischeehafte Darstellung von Männlein und Weiblein ist gewollt, macht Spaß, solange man sie nicht zu ernst nimmt (obwohl natürlich auch Körnchen de r Wahrheit enthalten sind!) und da die beiden quasi Prototypen der Menschen sind, auch passend.

Die Geschichte wird durch viele weitere Nebenfiguren und Wendungen in der Handlung abgerundet, abwechslungsreich und vielschichtiger. Der Schreibstil ist fesselnd, man wird in den Roman hineingesogen.

Fazit: Eine gute Idee und originelle Umsetzung machen dieses Buch zu einer wirklich außergewöhnlichen Neuerscheinung. Lesen!

Was wohl der Autorin als Nächstes einfällt? Ich bin gespannt…

Schnees Bewertung 03 05 Sterne.png

„Angebissen“ erzählt die bekannte Schöpfungsgeschichte- aber aus anderer Sicht, und diese ist frisch, frei und, nun ja, auch ein wenig plump.
Adam ist das was ich einen „primitiven Typen“ nennen würde, der lauter Dinge tut bei denen sich manche Männer schon mal den Bauch halten vor Lachen wenn sie solch ein Verhalten im Buch oder TV bewundern dürfen.

Als Frau saß ich schon immer kopfschüttelnd auf dem Sofa, wenn dieser typische Männerhumor für Lachanfälle beim männlichen Geschlecht sorgt. Adam möchte auch nicht Adam genannt werden, nein, am liebsten wäre ihm der Name „Der große Rumrotz“.

Die Autorin kramte sämtliche Klischees über Männer aus der Kiste und bastelte daraus Adam. Auch die holde Weiblichkeit wurde nicht verschont- denn was tut Eva kurz nachdem sie das Licht der Welt erblickt hat? Die wunderschönen Schuhe von Gott bewundern!

Eva ist, genau wie Adam, nicht besonders klug aber wahrscheinlich ist man das auch nicht wenn man die Erstausgabe einer neuen Gattung sein soll.
Wahrscheinlich wurde schon deutlich, dass der Roman kein typischer Liebesroman ist und das Buch mit Sicherheit auch nicht geschrieben wurde um ein seliges Aufseufzen beim Lesen zu produzieren.

Der Inhalt zielt auf die Lachnerven des Lesers und landet dabei sogar einige Treffer. Adams Namenfindung für die Tiere (A-Meise, B-Meise, C-Meise) und auch der recht einfache Blick der Protagonisten auf die Welt, sind wirklich sehr witzig.

Beim Lesen musste ich sehr oft an Mario Barth denken, denn ihm würde das Buch sicher gefallen und einiges könnte er sogar in seine Comedyshow einbauen.

Der Roman ist eine erfrischende Abwechslung und würde es nicht ab und an doch zu primitiv werden, hätte er sicher volle Punktzahl verdient.