Rezensionen

Simones Bewertung 03 Sterne.png

Die Grundidee dieses Romans gefällt mir sehr gut, nämlich die griechische Götterwelt auf die Erde in die moderne Welt, nach London, zu versetzen. Das birgt einiges an Komik und außergewöhnlichen Situationen.

Leider wird das meiner Meinung nach von der Autorin nicht wirklich gelungen umgesetzt. Die Götter sind zwar authentisch wie in der griechischen Mythologie gezeichnet, haben also ausgeprägt menschliche Verhaltensweisen etc., sind allerdings z.T. äußerst unsympathisch und ihre Überdrüssigkeit von der Welt mag zwar verständlich sein, wirkte aber auf mich sehr abschreckend, besonders in den ersten Kapiteln des Buches.

Die eingestellte menschliche Putzfrau bringt dann zwar so einiges ins Rollen, die Liebesgeschichte wirkt allerdings sehr einfach gestrickt und überzeugt nicht.
Es sind mehrere Sexszenen bewusst lieblos eingebaut, was stellenweise recht ordinär wirkt und auch wieder abschreckende Wirkung erzielt.
Alles in allem waren mir die Figuren leider nicht sehr sympathisch und die Handlung konnte mich auch nicht richtig fesseln.

Kurz gefasst: Die griechische Götterwelt im modernen London - eine Idee mit Potenzial, die Umsetzung ist allerdings zweifelhaft.

Ankes Hörbuch Bewertung 03 Sterne.png

Eine göttliche Familiengemeinschaft, die in einem verwahrlosten Haus zusammenwohnt, ihrer Situation überdrüssig wird und in praktisch allen Lebenslagen gelangweilt ist, trifft auf eine sterbliche Putzfrau - das trägt, wie ich finde, durchaus Potenzial für eine schräge Komödie mit sich.

Der Plot ist also originell, er verfügt eine wirklich beeindruckende Setlist, von Artemis bis Zeus sind praktisch alle dabei und beinhaltet die dramatische Liebesgeschichte eines unbedarften Paares, das über sich hinauswächst.

Doch leider wird die Geschichte dieser illustren Runde in keinster Weise gerecht. Es fehlt ihr nicht nur an Charme und Esprit, sondern auch an der nötigen Leichtigkeit und Witz um die dramatisch, arrogante und überhebliche Seite der Götter auszugleichen.

Der Erzählstil des Buches wirkt eher flach, bemüht und wenig komisch, sondern stellenweise sogar eher ordinär und abstoßend.

Keine Frage die Götter sind, was sie sind, Götter eben und das schließt "Sympathieträger" in der Regel aus. Doch ich denke, dass das auch nicht das Problem ist. Ganz im Gegenteil, denn dadurch, dass sie ihrem Stand alle Ehre machen, wirken sie authentisch.
Doch fehlt eben ein Gegenpol um ihre Überheblichkeit auszugleichen.

Andrea Sawatzki trägt das Hörbuch vor. Eine, wir ich finde, wirklich hervorragende Sprecherin, deren Hörbücher ich heiß und innig liebe. So ist es ihr auch hier zu verdanken, dass ich das Hörbuch nicht bereits nach der 1. CD abgebrochen habe. Ich finde, dass sie wirklich das Beste aus der Geschichte herausholt.

Letztendlich kann aber eine, wenn auch noch so geniale Sprecherin, ein Hörbuch nicht retten, wenn die Geschichte zu wenig hergibt.

Kurz gefasst: Schade, eine gute Idee, die sich leider in einer schwach ausgeführten Geschichte verläuft. Nur für Fans des Genres