Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Die Kellnerin und Mannschafts-Groupie Jodie wird von den Mitgliedern der Chicago Stars dafür engagiert, ein weibliches Geburtstagsgeschenk für den Quarterback der Mannschaft, „Cal“ Calvin Bonner zu finden.

Ist sie erfolgreich, winkt ihr, so die Versprechen der Mitglieder, eine Nacht mit Cals Ersatzmann, Kevin Tucker. Und diese Kerbe möchte Jodie unbedingt in ihren Bettpfosten schlagen.

Da kommt ihr ihre Nachbarin, die einsame Physikerin Dr. Jane Darlington, gerade recht. Zumal diese Cal in einem Interview sieht und von seinem einfach gestrickten Gemütszustand begeistert ist.

Denn eines was Jane auf keinen Fall will ist ein kluges Exemplar als Vater für das Baby, was sie sich, von dem Zusammentreffen mit dem scheinbar trögen Footballspieler erhofft.

Dumm nur, dass Cal gar nicht dumm ist, sondern einfach nur ein wenig eigen, wer ihn im TV interviewen darf. Und dass ihm die Frau, die ihm da von seinen Jungs „geschenkt“ wurde, so gar nicht mehr aus dem Kopf gehen will.

Als er jedoch erfährt, dass Jane schwanger ist, setzt er alles dran sie vor den Altar zu schleppen - und zumindest solange verheiratet zu bleiben, bis das Baby geboren ist.

Wie alle Teile der „Chicago Stars“-Serie ist auch „Bleib nicht zum Frühstück“ ein Re-reading für mich. Ehemals habe ich über das Buch geschrieben, dass es witzig und amüsant sei und wunderbare Unterhaltung böte.

Nun, im Grunde kann ich das auch heute noch so stehen lassen. Auch wenn ich meiner damals schon angemerkten Kritik, der „manchmal fragwürdigen Beweggründe und Aktionen der Protagonisten“, heute noch mehr Bedeutung beimesse.

Sicher, gelacht habe ich immer noch, über die Streiche, die Jane Cal spielt. Etwa wie sie seine Mini-Marshmallows aus seinen heißgeliebten Frühstücksflocken sortiert oder ihn mit geschickter Sabotage vom Grundstück aussperrt. Susan Elizabeth Phillips hat es nun eben drauf solche Situationen amüsant zu beschreiben.

Sogar die vielen Streitgespräche der beiden, habe ich erneut genossen; naja, zumindest zu Anfang der Geschichte. Irgendwann drückten sie mir dann doch erheblich auf den Lese-Nerv. Ebenso wie Janes Baby-Aktion, die (heute gelesen) ungewohnt steif und konstruiert war, etwas was ich SEPs Erzählstil so nicht zugeteilt hätte. Von Cals beinahe schon aggressiver Sturheit und Dickköpfigkeit, die er wirklich bis zum Ende durch die Geschichte trägt, einmal ganz zu schweigen.

Kurz gefasst: Susan Elizabeth Phillips „Chicago Stars“ immer gute Unterhaltung? Ja, durchaus. Aber ein paar Abstriche, wegen des Verhaltens der Protagonisten und vielleicht auch wegen des Alters der Geschichte, habe ich aber schon machen müssen.