Rezensionen

Tinas Bewertung 04 05 Sterne.png

"Herz über Kopf" lädt mit einem witzigen und ansprechenden Cover ein, das kleine Hinweise auf den Inhalt der Geschichte widerspiegelt. Da auch der Klappentext sehr ansprechend ist, ist es kein Wunder, dass das man schnell in ein Lese-Abenteuer gelangt, das einen nicht so schnell wieder loslässt.

Da der Klappentext schon sehr viel verrät, möchte ich nur eines hinzufügen, nämlich dass man beim Lesen das Essen und Trinken lieber einstellen sollte - ein gut gemeinter Rat in Bezug auf die eigene Gesundheit um Erstickungsgefahr bei Lachanfällen zu vermeiden oder eine mögliche Verunreinigung des Buches mit Essensresten, beim plötzlichen Losprusten.

Ach ja und ein kleiner Blog oder Zettel und ein Stift sind zu Beginn auch sehr hilfreich. Denn nur so schafft man es den Protagonisten zu folgen, die sich doch recht zahlreich und am Anfang etwas verwirrend in der Geschichte tummeln.

"Ros", die eigentlich Rosalind heißt, ist liebenswert schusselig, wenn nicht gar tollpatschig, meistert aber trotzdem auf gekonnte Art ihr Leben. Wäre da nicht der Verrat und das Leiden durch die "Ratte", ihrem Ex-Verlobten, hätte sie glücklich sein können.
Da jedoch gute Freunde und Familie, wie Diamanten sind, aber auch irgendwann härter und rauer in ihrem Umgang mit Ros werden, kommt diese irgendwann in der Realität an und muss erkennen, dass sie ihres eigenes Glückes Schmied ist.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf und Ros beginnt sich im Laufe der Seiten zu wandeln, was ein wirklich wundervoller Aspekt der Geschichte ist.

Bereichert wird das alles durch den flüssig zu lesenden und zugleich auch sehr bildlichen Schreibstil der Autorin, der einen für sich einnimmt und zugleich auch zum Lachen und hier und da auch mal zu einem Kopfschütteln bringt.
Und genau das ist einer diese Momente, wo man Ros eigentlich schütteln möchte und sie fragen, "Hallo geht es Dir gut? Hast du mitbekommen was der Mann von Dir möchte?"
Und ich liebe solche Szenen, denn sie scheinen wie aus dem wahren Leben entstiegen und machen die Figuren so real - und einen Teil des Charmes der Geschichte aus.

Es ist nicht so ganz einfach, am Ende Ros und alle anderen Figuren, die einen beim Lesen ans Herz gewachsen sind, zurückzulassen und es wird für mich auch garantiert nicht das letze Mal sein, dass ich diese Geschichte gelesen habe.

Kurz gefasst: Leben heißt Chaos - Lieben erst recht. Ein charmanter Roman über eine Frau, die lernt, dass Aussehen und Kleidung nicht immer aussagekräftig genug sind um über die Menschen, die vor einem stehen zu urteilen, man sollte immer auch ein zweites Mal hinsehen oder hinhören - schon um seinen eigenen Glück nicht im Wege zu stehen.