Rezensionen

Wildfees Bewertung 03 Sterne.png

Kita ist eine Gestaltwandlerin und Angehörige eines einflussreichen Gestaltwandlerclans in Firth. Sie entzieht sich jedoch ihrer Aufgabe als Erbin dieses Hauses, flieht in die Menschenwelt und versteckt sich seit mehreren Jahren vor ihrer eigenen Familie, die sie zurückholen will. Eines Tages wird sie von Jägern aufgespürt, auf der Flucht vor ihnen gerät sie in arge Bedrängnis und wird von einem Vampir versehentlich gewandelt. Zu allem Überfluß wird sie zum Tode verurteilt, weil ihr vorgeworfen wird, einen wahnsinnigen Einzelgänger Gestaltwandler erschaffen zu haben, der bereits mehrere Morde begangen hat. Nun muss sie ihre Unschuld beweisen, den wahren Täter finden und mit ihren neuen Fähigkeiten und Unzulänglichkeiten als Vampir zurecht kommen. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Ex-Freund Bobby, Nathaniel, dem Vampir, der sie versehentlich erschaffen hat und von Gil, einer Magierin.

Puh....irgendwie ist das alles ein wenig zu viel des Guten.

Als Leser wird man unvermutet in eine Handlung gestoßen, die rasant beginnt und immer widersinniger wird. Zunächst ist es interessant zu entdecken, wer Kita ist, was sie ausmacht und was ihre Hintergründe sind. Kaum hat man da ein wenig Licht ins Dunkel gebracht, wird alles auf den Kopf gestellt, weil sie plötzlich zur Vampirin wird und keine ihrer Fähigkeiten als Gestaltwandlerin mehr besitzt. Das hat man kaum geschluckt, als plötzlich aus dem Nichts irgendwelche Richter auftauchen und Kira eines Verbrechens beschuldigen, das sie nicht begangen hat, sie in Nullkommanichts zum Tode verurteilen und sich dann doch auf einen Deal einlassen. Und als wäre das nicht genug ist *poff* auch noch eine Magierin da, die allem Anschein nach leicht grenzdebil ist und das Ganze als wissenschaftliche Arbeit betrachtet und protokolliert.

Sorry, aber das alles auf einem Haufen, kleine Eifersüchteleien inklusive, die von ihrem Ex ausgehen der sich mit dem Vampir beharkt, bewirkten bei mir nur mäßiges Interesse an der Story. Zu verworren, zu wenige Infos und wenn, werden die nur häppchenweise serviert.

Kita hätte eine wirklich interessante Hauptfigur werden können, wenn sie nicht so absolut dämlich und unlogisch nach ihrer Verwandlung zum Vampir agiert hätte. Über weite Phasen wirkt sie einfach nur trotzig und alles andere als gewitzt oder klug. Das sind eigentlich Eigenschaften, die sie haben müsste, wenn sie sich erfolgreich vor Entdeckung schützen konnte. So bleibt in dieser Hinsicht aber leider nur ein schaler Beigeschmack. Die anderen Charaktere wirken zwar nicht negativ, aber richtig ans Herz gewachsen sind sie mir leider auch nicht. Zu farblos, zu wenig charismatisch sind sie angelegt und reißen es leider nicht wirklich heraus.

Fazit: Die Krimistory an sich ist gar nicht mal schlecht und auch der Schreibstil ist schön flüssig, aber bei näherer Betrachtung ist das ganze Gemisch einfach nur durchschnittlich und irgendwie erscheint alles wie schon einmal da gewesen. Wer schon viel Urban Fantasy gelesen hat, sollte vorher auf jeden Fall nach Möglichkeit hineinlesen, um sich vorab eine Meinung bilden zu können. Leser, die bisher wenig oder gar keine Urban Fantasy gelesen haben, könnten jedoch durchaus Gefallen an dieser neuen Reihe finden.
Mich hat sie leider so gar nicht berührt.