Rezensionen

Tinas Bewertung 04 05 Sterne.png

"Auf geht es nach Greetsiel", die Autorin Frau Susanna Ptak schreibt über "ihr" Ostfriesland, wie keine andere Autorin. Auf diese Art verschafft sie den Lesern ein (ost)friesisches Fernweh, Lust auf eine Kanne Tee mit Kluntjes und einen Schuss Sahne.

Hier noch eine kleine Ergänzung zum Klappentext:
Dr. Josefine Brenner ist Rechtsmedizinerin in (Un-)Ruhestand und sie hasst nicht so sehr wie ihr Rentnerdasein und die Sehnsucht nach den kalten Räumen der Gerichtsmedizin wird sie einfach nicht los.

Oma Fine liebt es aufzufallen und als Bloggerin kann sie nicht nur das, sondern fühlt sich auch jung und cool. Dass ihre Liebe auch dem Makabren gilt, sie fährt einen ausgedienten Leichenwagen, passt da.

Über ihren Blog lernt sie Theda Borchers kennen, die sie nach Greetsiel einlädt und ihre Hilfe benötigt.

Susanne Ptak schreibt Ostfriesenkrimis, die einen nach Ostfriesland versetzen, mitfiebern lassen und zudem auch Lust auf Tee machen. Der Schreibstil der Autorin ist locker, witzig und sehr bildlich. So sind die Landschaftsbeschreibungen einfach wunderbar und sehr realistisch geraten, genauso wie ihre Figuren, die gerne auch mal Ecken und Kanten haben, was sie überaus interessant macht.

Das Buch ist wie ein Stück friesischer Teekuchen, man genießt es Stück für Stück und ist am Ende überrascht und traurig, dass der Genuss so schnell vorbei ist. Vor allem wenn man gerade so in Fahrt gekommen ist, mit der Suche nach dem Mörder und auch dem Mitfiebern und Miterleben der Kleinigkeiten, die die Geschichten von Frau Ptak so lebendig werden lassen; wie die Suche nach dem richtigen Beruf, ein Kriminalkommissar, der selten lacht und Oma Fine, die meint, das man diesen nicht nach Mitternacht füttern sollte, weil ansonsten die Gefahr besteht, das er sich in einen Gremlin verwandelt.

Kurz gefasst: Ostfriesland in seine schönsten und unterhaltsamsten Form. Ein stimmungsvoller Krimi, mit einer Rechtsmedizinerin im Fokus, die gerne Miss Marple spielt.