Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Animant Crumb zieht die Gesellschaft von Büchern denen von Menschen vor. Sie sitzt so viel lieber in ihrem alten Lesesessel mit einem Buch in der Hand als auf einer Gesellschaft, zu denen ihre Mutter sie immer wieder nötig, sich mit möglichen Heiratskandidaten auszutauschen oder das Tanzbein zu schwingen.

Doch ihr Onkel ihr die Möglichkeit unterbreitet, als Bibliotheksassistentin mit ihm nach London zu kommen, ergreift Animant die Chance – eine Universitätsbibliothek gegen ihre kupplerische Mutter einzutauschen, was hat sie da zu verlieren?

Doch in dem Monat, dem sie ihrer Mutter als Zeitrahmen abnötigen kann, lernt Animant, dass man nicht alles aus Büchern lernen kann und andere Menschen doch auch ihre anziehenden Seiten haben.

Zwei Dinge vorneweg: ja, ich kann die Kritiken zum abrupten Ende von „Animant Crumbs Staubchronik“ verstehen (auch ich warte schon sehnsüchtig darauf, „Animants Welt: Ein Buch über Staubchronik“ in die Finger zu bekommen und damit noch ein paar Antworten auf offene Fragen) und ich bezweifle, dass ich meine Begeisterung über Lin Rinas „Animant Crumbs Staubchronik“ in Worten und in dieser Rezension gerecht werden kann. Denn mir fällt es sehr schwer Worte zu formulieren, die mein Leserherz für äquivalent hält.

Also ergehe ich mich zunächst einmal in Allgemeinheiten: „Animant Crumbs Staubchronik“ zu lesen war eines, wenn nicht DAS, meiner Lese-HIghlights aus dem Jahr 2020 und es ist mir wie so viele solcher Freuden, zufällig über den Weg gelaufen. Und ich schäme mich dieser Tage nicht derartig schlecht informiert zu sein, so ein wundervolles Werk so lange übersehen zu haben - dazu bereiten mir diese zufälligen Entdeckungen viel zu viel Vergnügen.

Sprache, Stil, Tempo, Plot oder Charaktere, und ihre Entwicklungen, zu keinem dieser Punkte kann ich Kritik anbringen, noch nicht einmal zum Ende, welches mich etwas unsanft aus der Welt von Animant gerissen hat, wo ich doch so gerne noch geblieben wäre.

Denn ich habe mich in Animant, ihre Familie und ihre Freunde verliebt und mich am Ende sogar innig für den introvertierten Bibliothekar, Mr. Rees, erwärmen können. Aber, welcher Leser mit einem Herzen für romantische Romane würde das nicht?

Kurz gefasst: Für alle, die sich für romantische historische Romane erwärmen können - unbedingt lesen!

Anmerkung: in "Animants Welt - Ein Buch über Staubchronik" erhält man weitere Einblicke und erfährt, wie es mit den Personen aus dem Buch weitergeht.