Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Miss Violet Havisham weiß genau was sie will. Sie möchte in Paris und Venedig die großen Künstler studieren und ihre eigenen Fähigkeiten an Pinsel und Leinwand ausweiten. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Zwillingsbruder und ihrer eigenwilligen Tante Phoebe. Die Liebe oder gar eine Heirat stände dem jedoch im Wege.

Gideon Michael Jack Pennelegion, Duke of Orsino, weiß auch was er will, nämlich ein Leben mit Violet an seiner Seite, nur scheint er sie nicht so recht davon überzeugen zu können. Als sich ihm die Gelegenheit bietet ihren Bruder in Sachen Violet, um Hilfe zu bitten, wendet sich Jack an Sebastian Havisham.

Selbiger weilt jedoch heimlich und gedeckt von Violet, im Norden des Landes um ein letztes Bühnen-Abenteuer zu erleben, bevor er seinen Dienst im Kriegsministerium antritt, wie es sein Vater von ihm verlangt. Um Sebastian vor Ärger zu bewahren, schlüpft Violet kurzentschlossen die Rolle ihres Bruders, als das Kriegsministerium und der Duke of Orsino um Hilfe bittet.

In „Never fool a Duke“, dem 2. Teil der Wilfull Wallflower“-Serie widmet sich die Autorin Claudia Stone Shakespeares „Twelfth Night“ (Was ihr wollt), neben „The Taming of the Shrew“ eine weitere meiner Lieblingsgeschichten des großen „Barden“; was es für mich besonders spannend gemacht hat, zu entdecken, wie die Autorin die Geschichte umsetzten würde.

Bereits im 1.Teil dieser Short Story-Serie, meine Bezeichnung für Romane, die etwas über 150 Seiten haben, hat mir der feine Humor der Autorin sehr gut gefallen und diesen konnte ich auch in „Never fool a Duke“ wiederfinden. Die Geschichten der Serie ereignen sich nahezu zeitgleich, sodass ich mich als Leser in einigen bereits bekannten Szenen erneut eingefunden habe; aus den Blickwinkeln der aktuellen Hauptprotagonisten versteht sich. So waren es auch gerade die Szenen, der drei Freunde, Penrith, Orsino und Montague, wenn sie in ihrem Club zusammensitzen und über ihre Probleme (mit den von ihnen auserwählten Frauen) grübeln, über die ich mich am meisten amüsieren konnte. Wie bei allen Teilen dieser Serie handelt sich um „Sweets Romances“, die über einen Kuss nicht hinausgehen.

Jack war mir, mit seinen eher unbeholfenen Flirtversuchen, besonders sympathisch. Auch Violet mochte ich, wenn sie auch, für meine Wahrnehmung, immer ein wenig hinter dem, als Charakter dominieren Jack anstehen musste. Für das Gleichgewicht sorgt Violets schrullig-liebenswerte Tante Phoebe, Lady Havisham. Diese mischt sich auf ihre unnachahmliche Art auch in die anderen Geschichten der Serie ein und ihre Auftritte werden so zum Dreh- und Angelpunkt der Serie.

Kurzgefasst: „was ihr wollt“ ala Claudia Stone, unterhaltsam und kurzweilig.