Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Nach dem für Matthew sehr schmerzhaften Tod seines jüngeren Bruders, hat sich Lord Belmond, emotional in sich zurückgezogen und sich nicht nur von seiner Familie distanziert, sondern auch von alten Freunden, wie zb. den Allenders.

Auch die Allender Familie hatte Verluste zu verarbeiten und war mit sich selber beschäftigt. Trotzdem war es sehr schlimm für die älteste Tochter, Miss Patience Allender, auf Matthews Unterstützung verzichten zu müssen, insbesondere da ihm immer schon ihre ganze Liebe galt. Doch die Umstände bringen die Belmonds den Allenders wieder näher und damit auch Patience wieder in die Gesellschaft von Matthew.

Dabei hat Patience ganz andere Probleme, als sich nun auch noch darum zu kümmern Matthew konsequent aus dem Weg zu gehen. Ihr kleiner Bruder, der unerwartete und spätgeborene Erbe der Allenders, steht ihrem Cousin im Wege, der sich zum alleinigen Erbe berufen fühlt und alles versucht, um seine Konkurrenz aus dem Weg zu räumen.

Nachdem sich Matthew, dank seiner Schwester Claire (ihre Geschichte wird im 2. Teil der Serie erzählt, „Rescued by a Viscount“) wieder zu öffnen beginnt, hat sich auch Patience wieder in sein Bewusstsein geschlichen. Nicht nur das, auch scheint sie alle seine Gedanken zu dominieren und da bleibt es nicht aus, die Umstände, die ihr Leben begleiten zu scheinen, wahrzunehmen.

Grundsätzlich habe ich mich mittlerweile so richtig schön eingelesen, in die Romane von Wendy Vella und kann damit eine weitere Autorin auf meine Lese-Auswahl-Liste setzten. Allerdings neigt die Autorin dazu das Ende eine Geschichte künstlich zu verlängern - so fühlt es sich zumindest für mich an. Ganz deutlich empfand ich das so in „Tempting Miss Allender“. Beim Lesen war ich gerade zu irritiert davon, dass die Autorin noch einen draufsetzt und die Geschichte einen weiteren Bogen gehen lässt - obwohl für mich eigentlich schon alles gesagt, bzw. geschrieben war.

Ich bin nicht besonders tolerabel bei solchen Vorgehensweisen, dazu nerven sie mich viel zu sehr. In Ausnahmefällen mag das gerade so funktionieren, wie zb. im Vorgängerband „Rescued by a Viscount“, doch in der Regel finde ich solche „Verlängerungen“ überflüssig.

Darüber hinaus hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie war flott, unterhaltsam und kurzweilig zu lesen und die Charaktere waren mir allesamt sympathisch. Nur die von der Autorin angebotenen Begründung, die das Verhalten von Matthew und Patience erklären sollten, sie funktionieren zwar irgendwie, trotzdem empfand ich sie zum Teil etwas zu blass.

Kurz gefasst: bis auf ein paar erzählerische Kniffe, vor allem zum Ende hin, die die Autorin anwendet und die mir nicht sonderlich zusagen, fügt sich dieser Roman ganz wunderbar in die „Regency Rakes“-Serie der Autorin ein. Ich fand es, sehr unterhaltsam die Serie zu lesen und auch Matthew und Patience Geschichte hat mir gut gefallen.