Rezensionen

Nicoles Bewertung 05 Sterne.png

Würde es gelingen den wohl berühmtesten Meisterdetektiv der Romangeschichte ins 21. Jahrhundert katapultieren zu können? Ihn mit Handys, Computern und anderen modernen Gerätschaften unseres Zeitalters hantieren zu lassen, ohne dass die Story zu unglaubwürdig wird?

Um es vorweg zu nehmen- obwohl ich zunächst meine Bedenken hatte, muss ich zugeben, dass es gerade dieser geniale Einfall der Macher von „Sherlock“ war, der die Serie so besonders macht. Zudem haben sie mit den Darstellern Benedict Cumberbatch (Holmes) und Martin Freeman (Dr.Watson) zwei charismatische Mimen gefunden, die ihre Rollen überzeugend und so wunderbar typisch englisch verkörpern.

Die Serie wird durch diverse Kameraeinstellungen zusätzlich aufgepeppt, die Sherlock Holmes Gedankengänge verdeutlichen sollen und die zudem eine gewisse Frische und Modernität in die einzelnen Folgen bringen. Zugegeben, Cumberbatchs Sherlock Homes Darstellung glänzt nicht gerade durch viel Gefühl und Warmherzigkeit- das soll sie aber auch gar nicht- so wirkt Sherlock als ein wenig abgedrehter, schrulliger Charakter, der auf der einen Seite überheblich, soziopathisch und rätselhaft erscheint, auf der anderen Seite aber seine große Genialität zur Show stellt und über jede Menge an trockenem Humor verfügt.

Martin Freeman als Dr.Watson verkörpert dagegen einen etwas anderen Dr.Watson. Endlich einmal wird Holmes Mitstreiter nicht als alternder, naiver und trotteliger Zeitgenosse dargestellt, sondern ist Holmes zumindest in physischer Hinsicht ebenbürtig und auch nicht auf den Kopf gefallen.

Die erste Staffel beinhaltet die ersten drei Folgen der BBC Serie.