Rezensionen

Nicoles Bewertung 05 Sterne.png

Eine Mission die Barney Ross und seine Expendables für Mr. Church erledigen und bei der sie unter anderem auch ihren Freund „Trench“ retten müssen, bevor er getötet wird, geht fast schief, was Mr. Church ziemlich wütend macht. Er gibt Barney und seinen Jungs nur noch eine Chance- sie sollen zusammen mit Maggie, einer Computerspezialistin die auch im Kampf nicht gerade unerfahren ist, die Black Box eines abgestürzten Flugzeuges mitten im Nirgendwo finden, diese öffnen und den Inhalt unverzüglich zu ihm bringen.

Der brisante Inhalt ist schnell gefunden, doch leider lauert den Expendables auf dem Rückzug eine Gruppe von skrupellosen Söldnern auf, die Bill Timmons, der erst seit kurzem bei Barneys Kampftruppe mit dabei ist, in ihrer Waffengewalt haben. Barney, der hofft Timmons Leben verschonen zu können, lässt es zu, dass Jean Villain, der Anführer dieser Gruppe den Inhalt der Black Box an sich bringt, doch leider ist alle Mühe vergebens. Nachdem Billy in den Armen der Expendables stirbt, schwört Barney, Villain, der sich bereits aus dem Staub gemacht hat, Rache, oder auch O-Ton Barney: "Suchen - finden - töten"!
Doch die Zeit drängt. Villain hat vor nukleare Bomben zu bauen und hat dank der Expendables nun auch das nötige „Know-How“ dazu, denn nun weiß er endlich, wo er das dazu benötige Plutonium findet…

Irgendwie hat man sie doch vermisst, die fast ausgestorbene Gattung von Kino-Action Heroes der 80er Jahre als Männer noch harte Kerle waren, sich weder um ihre Körperbehaarung scherten (Was ist Waxing? ), in brenzlichen Situationen noch einen coolen Spruch auf den Lippen hatten und selbst einen Bauchschuss noch als „Fleischwunde“ betitelten, während sie munter weiter durch die Gegend ballerten. Männer, die die Gefahr anzogen, sie liebten und die trotz aller Härte im Grunde ein weiches Herz hatten. Als Sylvester Stallone dann einige der damaligen Action-Helden um sich scharte, um mit ihnen The Expendables I zu drehen, wurde seine Idee zunächst von vielen belächelt. Doch Totgesagte leben länger und so führte der Erfolg des ersten Teils, um eine nicht mehr ganz so junge Kampftruppe, die sich für das Gute einsetzt, dazu, dass nun die Fortsetzung in die Kinos kam.

Und auch wenn ich vielleicht nicht zur Zielgruppe gehören mag als Frau, (Hey wir haben schließlich die Gleichberechtigung! ) kann ich nur sagen, dass selbst mir ganz melancholisch ums Herz und Gemüt wurde, endlich einmal Bruce Willis, Sly Stallone und Arnold Schwarzenegger zusammen in einer Filmszene gemeinsam kämpfen sehen zu dürfen.

"The Expendables II“ wartet erneut mit der Creme de la Creme des Actionkinos der 80er Jahre auf. Diesmal wurde auf Mickey Rourke gänzlich verzichtet, Jet Li ist ebenfalls nur ein paar Minuten mit dabei (allerdings agiert er in einer denkwürdigen Actionszene, die beweist welch gefährliche Waffen selbst Bratpfannen sein können) und auch Neuzugang Liam Hemsworth (der kleine Bruder von Chris Hemsworth, Thor-Darsteller aus den Marvel Comic-Verfilmungen) darf leider nur kurz verweilen, bis er heroisch den Filmtod stirbt.

Dafür gibt es aber auch gute Nachrichten bezüglich der Cast zu vermelden: Bruce Willis als Mr. Church und Arnold Schwarzenegger als Trench, sind erneut mit von der Partie und diesmal sind ihre Parts auch ein wenig größer angelegt, wobei ich besonderes Augenmerk auf das fulminante Showdown am Ende des Films legen möchte. Mit dabei sind diesmal auch Chuck Norris, "Lone Wolfe McQuade" und Jean Claude van Damme, der den Part des Bösewichts verkörpert. Und diesen spielt er überaus überzeugend! Zwar mag die Zeit, (was van Dammes Optik angeht) vielleicht nicht ganz spurlos an ihm vorbei gegangen sein- körperlich wirkt er jedoch topfit und brilliert bei energiegeladenen Kampfszenen, die man ihm noch hundertprozentig abnimmt. Schade nur, dass van Damme so wenig ins Geschehen eingreifen konnte und auch Chuck Norris Szenen möchte man eher als coole, aber durchaus witzige Cameoauftritte bezeichnen.

Die Story ist wie immer recht dünn, Logik und Realismus sucht man ebenfalls vergebens; genau wie tiefschürfende Gespräche und eindringliche Charakterstudien, doch „The Expendables II“ verspricht und hält genau das, was man als Fan des 80er Jahre Actionkinos erwartet: „Herrlich sinnfreies Haudrauf und Ballerkino mit Nostalgiefaktor, das Spaß macht und sich und das Actiongenre auch mal selbst auf die Schippe nimmt!“

Mir persönlich hat dieser zweite Teil um „die Entbehrlichen“ viel besser gefallen, als der erste Teil, da diesmal, neben der üblichen Ballerei auch der Humor nicht zu kurz kommt. Besonders klasse fand ich übrigens Dolph Lundgren; herrlich schräg und im wahrsten Sinne des Wortes; in seiner Rolle irre komisch! Aber auch der Rest der „Gang“ kann mehr oder weniger überzeugen. Klasse wie immer; Stathams und Stallones gemeinsame Szenen!
Die FSK wurde auf ab 18 Jahren festgelegt, was man durchaus nachvollziehen kann, denn es geht in Sachen blutiger Metzelei hoch her in dem Film, der nichts für schwache Gemüter ist. Dennoch sind selbst die heftigsten Szenen dank schneller Schnitttechnik gut zu ertragen.
Und am Ende des Films, hofft man bereits auf ein weiteres Abenteuer für die coolen „Expendables“ und fragt sich jetzt schon neugierig, welche Schauspieler Stallone dafür im Auge hat.