Der März 2021 hat sich erneut als Monat herausgestellt, mit dessen Lese-Leistung und Erfahrung ich sehr glücklich bin. Es mag etwas nerdig klingen, doch nach wie vor schöpfe ich große Zufriedenheit daraus, eine anschauliche Zahl an gelesenen Romanen notieren zu dürfen, nachdem ich so viele magere Lesejahre hinter mich bringen müsste.

An dieser Stelle sollte ich mir jedoch - erneut - einer wertvollen Notiz erinnern: besser ist es, nicht mehrere Bücher einer Autorin oder alle Bücher einer Serie hintereinander wegzulesen. Kleine Pausen zwischendrin und etwas Abwechslung hält die Begeisterung für eine Autorin und eine Serie deutlich länger wach! So erging es mir in diesem Monat leider, dass ich meiner geliebten Emily Windsor gegen Ende ihrer brillanten „Rules of the Rogue“-Serie, ein klein wenig müde geworden bin. Damit will ich meine Begeisterung für ihre wundervollen Liebesromane nicht schmälern, doch eine gewisse Achtsamkeit kann sich mitunter positiv auswirken.

Neben meinem Emily Windsor-Marathon und den Ausflügen zu Loretta Chase und Samantha Holt, habe ich in diesem Monat gleich zwei abgebrochene Bücher vorzuweisen. So etwas habe ich früher eher nicht gemacht (wenn ich schon Geld in ein Buch investiert hatte, sollte es auch gelesen werden), doch heute (und dank der Möglichkeit, sich Romane ausleihen zu können) ist mir meine Lesezeit zu wertvoll geworden, um mich mit Geschichten zu beschäftigen, die mich nicht ansprechen.

Der eine Titel war Diana Lloyds „Ein Baron für die Lady“, der 1. Teil ihrer „What Happens in the Ballroom“-Serie. Im Verlauf der Geschichte bin ich auf immer mehr unsinnigen Reaktionen der Charaktere gestoßen, mit denen ich weder zurechtkam, noch diese nachvollziehen konnte und etwa um die Hälfte des ebooks herum hatte ich dann genug davon und habe mich entschieden, das Buch abzubrechen.

Ein weiteres war Merry Farmers „I kissed an Earl (and I liked it)“, dessen hübsches Cover mich auf das Buch, bzw. die Autorin und ihre Serie, „The wicked O‘Shea Family“, aufmerksam gemacht. Die O’Sheas sind, neben ihrem älteren, bereits verheirateten Bruder, dem Earl of Ballymena, vier Schwestern: selbstständig, unkonventionell und freidenkend. Lord Fergus unterliegt es nun, seine Schwestern zu verheiraten, um die ungewünschte Aufmerksamkeit, die ihr unabhängiges Leben im County hervorruft, einzudämmen. Grundsätzlich sind die Schwestern einer Heirat nicht abgeneigt, doch der Name O’Shea garantiert, dass so etwas Einfaches, wie sich verlieben und heiraten, nicht ohne weitere Aufregung vonstattengeht. Klingt ganz interessant, nicht wahr? Leider bin ich mit der Geschichte, die viel zu schnell und viel zu oft ins Albere geraten ist nicht zurechtgekommen. Obwohl es sich nur um eine „Short Story“ handelt, also mit um die 200 gedruckte Seiten, so habe ich in bereits im 1. Drittel beschlossen, die Geschichte anzubrechen mit solchen Kindsköpfen als Helden eines Liebesromans kann einfach nichts anfangen.

Der Abschluss des Monats hat dann der 1. Teil einer Serie von Kate Noble gemacht. Die Autorin hatte ich ja jüngst erst sehr verspätet für mich entdeckt. Doch der Erzählstil dieses Romans war so ungewöhnlich, dass ich mir bis zum Ende nicht ganz klar geworden bin, ob mir das zusagt oder nicht (ein Problem, welches ich durchaus auch der etwas holprigen Übersetzung zuschreibe). Zumindest die sperrigen und unbequemen Figuren haben mich ganz an die Autorin erinnert. Sie haben mir auf ihre Noble-typische Art und Weise trotz alledem ein sehr unterhaltsames Lese-Abenteuer beschert.

Ach ja, gehört habe ich auch etwas diesen Monat. Zumindest habe ich es versucht. Ich durfte jedoch feststellen, dass ich zurzeit einfach keine Geduld für Hörbücher besitze. So könnte mich weder Gerald Hüthers „Würde“ – obwohl mich Autor und Thema sehr interessiert – reizen, noch die „Familie Willoughby“, die Stefan Kurt zu seinen Protagonisten des Kinderbuches „Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby“ gemacht hat. Es ist mir jedoch wichtig darauf hinzuweisen, dass das keine Abwertung dieser Hörbücher ist, sondern dass mir das Medium zurzeit einfach nicht zusagt.

[gelesen] im März 2021

gelesen:

Emily Winsor - The Duke of Diamonds (Rezension neu)

Loretta Chase - Ein Duke für die Lady (Rezension neu)

Diana Lloyd - Ein Baron für die Lady (Keine Rezension, Buch abgebrochen)

Emily Windsor - An Earl in Wolf's Clothing (Rezension neu)

Emily Windsor - Merry Christmas, my Viscount (Rezension neu)

Emily Windsor - Let Sleeping Dukes lie (Rezension neu)

Emily Windsor - Marquess to a Flame (Rezension neu)

Merry Farmer - I kissed an Earl (and I liked it) (Keine Rezension, Buch abgebrochen)

Samantha Holt - The Taming of a wicked Rogue (Rezension neu)

Kate Noble - Der gestohlene Kuss des Earls (Rezension neu)